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Leichter Anstieg bei neuen Auszubildenden in der Pflege

Die Zahl der neuen Auszubildenden in der Pflege lag im vergangenen Jahr leicht über der des Vorjahres. Knapp drei Viertel der Verträge wurde von Frauen abgeschlossen.

Pflegerin
Eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einer Pflegerin: Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Foto: Marijan Murat/DPA
Eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einer Pflegerin: Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren deutlich steigen.
Foto: Marijan Murat/DPA

Im vergangenen Jahr haben rund 1800 Menschen mehr als im Jahr 2022 einen Ausbildungsvertrag in der Pflege abgeschlossen. Das sei nach - allerdings vorläufigen - Zahlen eine Steigerung um drei Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt.

Während im Jahr 2022 noch 52.100 neue Ausbildungsverträge in der Pflege abgeschlossen wurden, waren es 2023 rund 53.900. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 147.000 Menschen in der Ausbildung zum Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns. Der Frauenanteil der Auszubildenden lag den Angaben zufolge bei 75 Prozent. Unter den neuen Auszubildenden des vergangenen Jahres waren 15.100 Männer und 38.900 Frauen (72 Prozent).

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann wird seit 2020 angeboten. Damals wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger zusammengeführt. Endgültige Ergebnisse zu den Auszubildenden in der Pflege liegen laut dem Statistischen Bundesamt voraussichtlich im Sommer vor.

Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren deutlich steigen: Ende März war das Statistische Bundesamt in einer Berechnung davon ausgegangen, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland allein durch die zunehmende Alterung von rund 5,0 Millionen Ende 2021 auf etwa 6,8 Millionen im Jahr 2055 (plus 37 Prozent) ansteigen werde.

© dpa-infocom, dpa:240327-99-481584/3