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Bericht: Russland fehlt Munition für Luftangriffe

Seit einiger Zeit setzt Russland keine Fernfliegerkräfte mehr gegen die Ukraine ein. Experten vermuten dahinter einen schwindenden Bestand - warnen aber vor erneuten Angriffen im Winter.

Ukraine-Krieg - Wiederaufbau Irpin
Russische Angriffe sorgen in der Ukraine, hier Irpin, für Zerstörung. Foto: Sebastian Gollnow/DPA
Russische Angriffe sorgen in der Ukraine, hier Irpin, für Zerstörung.
Foto: Sebastian Gollnow/DPA

Die russischen Fernfliegerkräfte haben nach britischer Einschätzung aus Mangel an Munition bereits seit mehr als einem Monat keine Luftangriffe mehr gegen die Ukraine geflogen. Es handele sich um eine der längsten Phasen ohne solche Attacken seit Kriegsbeginn im Februar 2022, teilte das britische Verteidigungsministerium mit.

»Russland musste die Häufigkeit seiner Angriffe mit ziemlicher Sicherheit reduzieren, um seinen schwindenden Bestand an Marschflugkörpern des Typs AS-23a Kodiak aufzufüllen«, hieß es. Auch wenn Russland über weitere Möglichkeiten für Luftangriffe verfüge, seien die Fernfliegerkräfte (Russisch: Dalnjaja awiazija) bisher »die primäre Methode zur Durchführung von Distanzangriffen« gewesen.

Das britische Ministerium warnte, Russland werde vermutlich alle Munitionsbestände der Fernflieger verwenden, um im Winter die ukrainische Energieinfrastruktur anzugreifen. Dafür dürften höchstwahrscheinlich weiterhin iranische »Kamikazedrohnen« verwendet werden.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

© dpa-infocom, dpa:231027-99-723198/2