TÜBINGEN. Die vierte Tübinger Radbrücke nimmt Gestalt an: Die ersten beiden Brückenteile sind schon an Ort und Stelle. Einen Tag später folgen die restlichen Teile. Bis zu den Sommerferien soll die Verbindung über den Neckar fertig sein.
5,50 Meter breit und 70 Meter lang wird das Bauwerk werden. Gedacht ist es sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger. Die Brücke ersetzt den baufällig gewordenen Bankmannsteg und verbindet Lustnau, das Egeriaviertel und das neue Quartier Aeulehöfe mit den Freizeiteinrichtungen in der Bismarckstraße, darunter das Boulderzentrum B12 des Deutschen Alpenvereins. Außerdem ist sie die Verbindung zum künftigen Radschnellweg Tübingen-Reutlingen und zur geplanten Haltestelle »Neckaraue« der Regional-Stadtbahn.
Konstruktion aus Holz
Die Lustnauer Brücke ist unter den vier neuen Radbrücken etwas Besonderes, denn ihre Konstruktion ist aus Fichtenholz. Auf das lasierte Holz kommen Betonplatten für die Fahrbahn. Sie werden überstehen, damit die hölzerne Konstruktion geschützt ist.
Im Gegensatz zu den anderen drei Brücken, die neue Verbindungen in der Unistadt geschaffen haben, wird in Lustnau eine alte ersetzt. Der aus den 1990er Jahren stammende nicht barrierefreie Bankmannsteg musste abgerissen werden. Er sei damals als Provisorium gebaut worden, berichtet Ulrike Schäfer von der Fachabteilung Brücken der Stadtverwaltung.
Rund 4,7 Millionen Euro wird die Brücke kosten. Finanziert wird sie über Landesmittel. Auch diese Brücke ist beheizt, bestätigt Schäfer. Anders wäre sie im Winter kaum befahrbar. Sie ist dachförmig konstruiert und hat damit zu beiden Seiten ein Gefälle. (GEA)