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Naturnahe Gestaltung: An der Ammer in Tübingen geht’s weiter

Nicht begradigt und eingezwängt: Den Fischen und Kleinlebewesen gefällt das. Für die Ente wird’s etwas unruhig.  FOTO: NACHTIGAL
Nicht begradigt und eingezwängt: Den Fischen und Kleinlebewesen gefällt das. Für die Ente wird’s etwas unruhig. FOTO: NACHTIGALL
Nicht begradigt und eingezwängt: Den Fischen und Kleinlebewesen gefällt das. Für die Ente wird’s etwas unruhig. FOTO: NACHTIGALL

TÜBINGEN. Flüsse und Bäche in Tübingen werden seit Jahren naturnaher gestaltet. Im Neckar ist eine große Maßnahme zwischen Industriegebiet und Gartenstraße im Gange. Vor fünf Jahren wurde ein Neckar-Abschnitt beim Freibad entsprechend aufgewertet. In der Steinlach, der Ammer und im Goldersbach wurden zudem in zwei Jahrzehnten mehr als ein Dutzend raue Rampen angelegt, die für Fische und Kleinlebewesen wichtig sind.

Jetzt soll bei einer Stelle an der Ammer nachgebessert werden. Der Abschnitt befindet sich im Tübinger Westen und ist etwa 250 Meter lang. Zwischen Sindelfinger und Reinlandstraße wurde 2006 im Bachbett eine schräg abfallende Stufe geschaffen. Dort will man noch mal eingreifen, damit alles so ist, wie es in den Bestimmungen steht. Außerdem nimmt man verstärkt den Hochwasserschutz in den Blick. Kosten: eine Million Euro.

Die Rampe wird auf Höhe der Aischbachschule neu gebaut und angepasst, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Außerdem werde das Ufer abgetragen und neu gestaltet. Das nutzt der Artenvielfalt. Es werde steilere und flachere Streifen entlang des Baches geben.

Für besseren Hochwasserschutz wird die Ammer in Schwüngen umgeleitet und eine Wand aus Naturstein zwischen den beiden Brücken gebaut. Mit den Baumfällungen soll noch 2024 begonnen werden. Der Großteil der Maßnahme wird dann 2025 umgesetzt. (lina)