ROTTENBURG. Im Zuge der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche nennt die extra eingerichtete Kommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart neue Fälle. Seit dem letzten Jahresbericht 2023 seien 34 Beschuldigte bekanntgeworden, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt gebe es jetzt 241 Beschuldigte, die zwischen 1946 und 2024 gezählt wurden.
Die unabhängige Aufarbeitungskommission wurde im Dezember 2021 durch den damaligen Bischof Gebhard Fürst ins Leben gerufen, sie hat ihren nunmehr dritten Bericht vorgelegt.
Priester, Diakone, Ordensschwestern unter den Beschuldigten
Unter den Beschuldigten finden sich 126 Priester, Diakone oder Ordensleute mit Gestellungsvertrag von der Diözese. Weitere 71 Beschuldigte sind Laien, 26 Ordensschwestern und 18 Ordenspriester ohne Auftrag der Diözese.
48 Fälle fallen unter die bischöfliche Aufsicht, hätten sich jedoch in anderen Zuständigkeiten ereignet, wie zum Beispiel dem Diözesancaritasverband.
Die Zahl der Betroffenen ist demnach seit 2023 um 42 auf insgesamt 454 gestiegen. Davon hätten 203 einen Antrag auf Anerkennung ihres Leids gestellt. Die Diözese habe rund 2,9 Millionen Euro gezahlt und zusätzlich rund 205.000 Euro an Therapiekosten für Betroffene übernommen. (dpa)