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Deutscher Solarpionier Adolf Goetzberger gestorben

Der deutsche Solarpionier Adolf Goetzberger ist tot. Er gründete 1981 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Der in München geborene Forscher starb am 24. Februar im Alter von 94 Jahren, wie das ISE am Mittwoch bekanntgab.

Die EU-Kommission und das europäische Patentamt hatten den deutschen Physik-Professor einst als »Sonnengott« bezeichnet. Im Jahr 2009 wurde er in Prag als »Europäischer Erfinder des Jahres« für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

»Ich werde oft gefragt, wie ich gerade auf die Sonnenenergie kam, die damals als Energiequelle überhaupt nicht ernst genommen wurde«, schrieb Goetzberger 2018 in einem Rückblick auf sein Leben. Seine Antwort: »Vor allem faszinierte mich die Studie des Club of Rome über die «Grenzen des Wachstums». Es erschien mir einleuchtend, dass man, da die fossilen Energieressourcen endlich sind, eine unerschöpfliche Energiequelle, wie die Sonne, nicht außer Acht lassen konnte.«

Goetzberger promovierte nach einem Studium der Experimentalphysik 1955 an der Universität München. Er arbeitete anschließend zusammen mit dem Nobelpreisträger und Miterfinder des Transistors William Shockley im kalifornischen Palo Alto. 1968 kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm die Leitung des Fraunhofer Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF.

© dpa-infocom, dpa:230301-99-784509/3