PLOCHINGEN. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei ist ein mit 2,8 Promille alkoholisierter Mann gegen 21 Uhr auf den Gleisen in Richtung Plochinger Bahnhof gelaufen. Nachdem er sich kurz hingesetzt haben soll, weil er offenbar Schmerzen in seinen Beinen verspürte, wurde er mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 Stundenkilometern von einem Zug erfasst und verletzt.
Der Lokführer, welcher nach derzeitigem Kenntnisstand bereits die Bremsung für die Einfahrt in den Bahnhof eingeleitet haben soll, alarmierte anschließend die Einsatzkräfte. Der im Bereich der Beine verletzte 56-jährige amerikanische Staatsangehörige wurde von einer Rettungswagenbesatzung sowie einem Notarzt zunächst medizinisch erstversorgt und anschließend in ein Krankenhaus verbracht.
Aufgrund des Vorfalls musste die betroffene Bahnstrecke für eine Stunde gesperrt werden.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter.
Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie zum Beispiel Über- oder Unterführungen, überquert werden. (pol)