REUTLINGEN-BETZINGEN. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei, DRK und Malteser ist am frühen Sonntagmorgen zu einem Tiefgaragenbrand im Ortsteil Betzingen ausgerückt. Anwohner meldeten gegen 1 Uhr über Notruf eine starke Rauchentwicklung sowie Explosionsgeräusche aus einer Tiefgarage bei einem Hochhauskomplex in der Goerdelerstraße. Dies bestätigte sich beim Eintreffen der Rettungskräfte, woraufhin die Feuerwehr sofort zu löschen begann. Als die Feuerwehrleute in die Tiefgarage vordrangen, stellten sie fest, dass es in vier der dortigen Garagenboxen brannte. Das Feuer wurde mit insgesamt vier Rohren im in der Tiefgarage bekämpft und war bereits nach etwa 40 Minuten unter Kontrolle. »Gegen 2.20 Uhr schlossen sich umfassende Lüftungs- und Nachlöscharbeiten an«, so die Feuerwehr. Die Feuerwehr stellte vorsorglich bis in den Vormittag hinein eine Brandwache ab.
Hochhaus geräumt
Das angrenzende Hochhaus wurde vorsorglich vorübergehend geräumt. Die Bewohner wurden vor Ort durch den Rettungsdienst betreut. Die Brandbekämpfung in der Tiefgarage gestaltete sich schwierig, weshalb die Feuerwehr auch eine Wärmebildkamera zur Lokalisierung des Brandherdes einsetzte. Mehrere verschlossene Garagenboxen mussten gewaltsam geöffnet werden.
Es wurden mindestens sechs Autos durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen, davon brannten drei komplett aus. Außerdem entstanden Schäden an Inventar und am Gebäude. Verletzte gab es keine.
Die Feuerwehr Reutlingen war mit 71 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort. Der Rettungsdienst war mit 12 Kräften vor Ort.
Brandexperten haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen
Der Gesamtschaden wird aktuell auf über einhunderttausend Euro geschätzt. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Laut Feuerwehr gibt es erste Hinweise darauf, dass das Feuer in einer der Garagenboxen ausgebrochen ist und durch die Gitterwände auf die benachbarten Einheiten übergegriffen hat. Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass ein Elektrofahrzeug brandursächlich war. In den nächsten Tagen werden Spezialisten der Kriminaltechnik sowie weitere Sachverständige den Brandort in Augenschein nehmen. (GEA)