Zweite Amtszeit - Der am 12. November mit großer Mehrheit wiedergewählte Sonnenbühler Bürgermeister Uwe Morgenstern ist am Freitagabend ins Amt eingesetzt worden

Der Meister ist ein Diener

VON JULIE-SABINE GEIGER

SONNENBÜHL. Der Rahmen der feierlichen Amtseinsetzung war kleiner als beim ersten Mal, dennoch vor vollen Besucherreihen im Sitzungssaal des Sonnenbühler Rathauses. »Vielleicht hat es etwas mit der schwäbischen Sparsamkeit zu tun«, fragte Ulrich Leibfritz als stellvertretender Bürgermeister eher rhetorisch, bevor er Uwe Morgenstern, den die Sonnenbühler am 12. November mit großer Mehrheit erneut zu ihrem Bürgermeister gewählt hatten, am Freitagabend feierlich ins Amt einsetzte.

Die Feierstunde war zwar kleiner, aber dennoch den Anlass würdig hervorhebend. »Man verdeutlicht damit auch, dass es etwas Besonderes ist, zum Bürgermeister einer Gemeinde gewählt zu werden«, betonte Ulrich Leibfritz. »Vielleicht ist es jetzt nicht mehr so aufregend wie beim ersten Mal, jetzt kennt er ja die Abläufe.« Wisse auch, dass jeder Bürger, der sich die neuen Kommunikationstechniken zunutze mache, jederzeit Zugriff auf den Rathauschef habe, »er somit rund um die Uhr unter Beobachtung steht, es allen recht machen soll und sich mit den unterschiedlichsten Meinungen auseinandersetzen soll«. Das war dann doch ein wenigstens angedeuteter Rüffel in Richtung unfairer Anwürfe im Vorfeld der Bürgermeisterwahl. Leibfritz weiter: »Obwohl es ein Meistertitel ist, ist er ein Diener der Gemeinde.«

Streiten ja, aber fair

Uwe Morgenstern, soeben von Ulrich Leibfritz mit Formel und Handschlag ins Amt eingeführt, dankte fürs Vertrauen und sieht sich in der Pflicht für die nächsten acht Jahre, die er zwar routiniert, »aber mit ein bisschen Aufregung« angeht. »Ich werde in meinem Engagement nicht nachlassen«, versprach er. Morgenstern weiter: »Es wird bei den anstehenden Themen immer wieder unterschiedliche Ansichten geben. Das ist ja das Salz in der Suppe. Wir können auch streiten. Die Frage ist aber, wie wir miteinander umgehen«, appellierte er an Gemeinderäte und Bürger, respektvoll miteinander umzugehen.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr streifte Morgenstern die Sonnenbühler Ereignisse. Unter anderen waren das die Ausbildungsmesse in der Genkinger Brühlhalle als Kontaktanbahnungsplattform für Schulabsolventen und Ausbildungsbetriebe, der frostige Wintereinbruch Ende April und der Graffiti Workshop im Jugendhaus, das 25-jährige Bestehen des Burgstadions und die 125-Jahr-Jubiläen der Schwäbischen Albvereinsgruppen Willmandingen und Erpfingen. Auch das internationale Fechtcamp in der Sporthalle und erst recht das Fest der seit 30 Jahren bestehenden Städtefreundschaft zwischen Sonnenbühl und dem bretonischen Corseul sowie die Bürgermeisterwahl. Zudem würdigte er das mit großer Spendenbereitschaft finanzierte Rettungsfahrzeug des DRK. (GEA)

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