TuS Metzingen
Handball - Bundesliga-Spitzenreiter TuS Metzingen startet am Samstag im EHF-Cup im Heimspiel gegen Blomberg

Pink soll in Europa dominieren

VON GABRIELA THOMA

METZINGEN. Kobi und Koko sind ihre fast niedlich anmutenden Spitznamen. Doch Metzingens rechte Rückraumspielerin Monika Kobylinska ist kein Püpchen, sondern eine beinharte und hoch professionelle Handballspielerin. Die 22 Jahre alte Linkshänderin ist erst zu dieser Saison vom polnischen Meister Vistal Gdynia zur TuS Metzingen gewechselt und spricht nach knapp drei Monaten nicht nur schon sehr gut Deutsch, sondern ist bereits eine feste Größe in der Mannschaft des Erstliga-Spitzenreiters.

Monika Kobylinskas Motto: »Wenn wir kämpfen, gewinnen wir.« FOTO: EIBNER
Monika Kobylinskas Motto: »Wenn wir kämpfen, gewinnen wir.« FOTO: EIBNER
Mit ihren 23 Ligatoren in vier Spielen zählt Monika Kobylinska zu den Top Ten im aktuellen Torjägerinnen-Ranking. Außerdem wurde sie zur Spielerin des Tages beim 29:22-Sieg der TuS-Frauen am Mittwochabend gegen Bad Wildungen gewählt. »Wir haben uns über diesen hart erarbeiteten Sieg sehr gefreut, denn damit haben wir wichtige Punkte geholt«, sagte Metzingens Nummer acht zu den öffentlichen Komplimenten, um sofort auf die nächste Herausforderung der Metzingerinnen am Samstag zu verweisen.

Um 19.30 Uhr erwarten die TuS-Frauen in der heimischen Öschhalle in der zweiten Runde um den EHF-Pokal die HSG Blomberg-Lippe. »Wir konzentrieren uns, denn das ist ein wichtiges Spiel, weil wir auch im EHF-Cup weiterkommen wollen. Doch wenn wir kämpfen wie bisher, dann schaffen wir das auch«, zeigte sich die 1,77 Meter große Rückraum-Akteurin ebenso bescheiden selbstbewusst.

Die polnische Nationalspielerin verfügt schon über reichlich internationale Erfahrung - 2015 war sie mit Polen bei der WM Fünfte geworden - staunt aber trotzdem darüber, wie »schnell in der deutschen Bundesliga Handball gespielt wird«. Das gefällt ihr aber genau so, sagt sie, wie die »gute Atmosphäre und die Disziplin in der Metzinger Mannschaft«.

TuS-Trainer René Haman-Boeriths lobt Monika Kobylinska als eines von vielen Juwelen in seiner Mannschaft. »Ich bin beeindruckt, wie rasch sie sich als so junge Spielerin in ein neues Land, in ein neues Team integriert hat und wie schnell sie Deutsch gelernt hat«, erklärte der Däne und führte weiter aus: »Wir haben mit ihr eine super Spielerin und eine Persönlichkeit, die gut zu Metzingen passt. Ich denke, in ein paar Jahren wird sie zu einer Welthandballerin gereift sein. Aber jetzt muss auch sie noch viel lernen.«

Nicht nur sie müsse - so die aktuelle Forderung des TuS-Trainers nach den Erkenntnissen im jüngsten Spiel gegen Bad Wildungen - nun am Samstag im EHF-Cup beherzigen, »immer in der Abwehr hundertprozentig stabil zu bleiben, selbst wenn es im Angriff nicht mit leichten Toren klappt«.

Reizvolle Duelle winken

Zuversichtlich mit Blick auf die erste Partie in der zweiten Runde des EHF-Cups stimmt alle, dass in dem sehr interessanten jüngsten Bundesligaspiel die Metzingerinnen erfolgreich auf Situationen reagiert haben, mit denen sie nicht gerechnet hatten. »Wir freuen uns füreinander und aneinander. Das pusht uns. Das schenkt uns gegenseitig Vertrauen«, erklärte Maren Weigel. Die 23-Jährige ist im rechten Rückraum genau so wie Monika Kobylinska eine feste Größe. Gegenseitiges Geben und Nehmen im Metzinger Team scheint eine Erfolgs-Garantie zu sein.

Dass die Farbe Pink auch im dritten Jahr der Zugehörigkeit der TuS zum EHF- Cup wieder in Europa dominiert, soll als Erstes am Samstag im Hinspiel Wildcard-Inhaber HSG Blomberg zu spüren bekommen. Immerhin hat man die HSG schon vor drei Wochen in der Bundesliga mit 26:19 beherrscht. Das Rückspiel in Ostwestfalen folgt eine Woche später. Ist der letztjährige Halbfinalist in beiden Spielen erfolgreich, geht's in die Gruppenhase, in der dann der TuS reizvolle Duelle gegen ausländische Teams winken. (GEA)

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