Fussball
Fussball - Croatia 1:0 - 1 800 Zuschauer sehen ein Spiel mit wenigen Höhepunkten. Bezirksliga-Alb-Vize scheitert

SV Croatia gegen Freudenstadt gescheitert

VON TOBIAS FISCHER

PFALZGRAFENWEILER. Der Traum vom Aufstieg in die Fußball-Landesliga ist für den SV Croatia Relegation im dritten und finalen Relegationsspiel geplatzt. Vor 1 800 Zuschauern in Pfalzgrafenweiler unterlag die Mannschaft von Trainer Marko Mutapcic der Spvgg Freudenstadt mit 0:1 (0:1).

Während Freudenstadts Torhüter Johannes Günter jubelt, herrscht bei den Croatia-Spielern (von links) Fran Radman, Mirko Jelcic, Mile Dugandzic,  Niko-Kresimir Petrovic und Fabijan Kraljevic große Enttäuschung. Foto: Baur
Während Freudenstadts Torhüter Johannes Günter jubelt, herrscht bei den Croatia-Spielern (von links) Fran Radman, Mirko Jelcic, Mile Dugandzic, Niko-Kresimir Petrovic und Fabijan Kraljevic große Enttäuschung. Foto: Baur
Nach dem Schlusspfiff des Referees Jochen Rottner waren Freud' und Leid der beiden Teams nur wenige Meter getrennt. Während die Mannschaft von Freudenstadts Trainer Ingo Weil mit den Anhängern den Klassenverbleib feierte, war die Enttäuschung beim Zweiten der Bezirksliga Alb grenzenlos. Croatia-Schlussmann Mirko Perkovic erhielt nach dem Schlusspfiff noch die Rote Karte. »Das ist lächerlich«, richtete der 25-Jährige Worte in Richtung des Unparteiischen, der dies als Schiedsrichterbeleidigung auffasste. Grund der emotionalen Ausnahmesituation war die Nachspielzeit von nur einer Minute.

Gerdes muss früh raus

Bei Spielbeginn warteten noch mehrere hundert Zuschauer vor dem Sportgelände des Ausrichters Phönix Pfalzgrafenweiler auf den Einlass. Die Partie wurde zum Frust - es gab nur einen Eingang - der zahlenden Kundschaft jedoch nicht später angepfiffen. Mutapcic stellte seine Mannschaft sehr offensiv auf. Kapitän Björn Gerdes rückte neu ins Team. Doch der erhoffte Effekt verpuffte schnell. Freudenstadt zwang mit größtem Einsatz den Reutlingern das eigene Spiel auf. Zudem wurde Gerdes in der 35. Minute gelb-rot-gefährdet frühzeitig von Mutapcic vom Platz genommen. »Wir konnten Kampf, Leidenschaft und Emotionen auf den Platz bringen. Alles, was man in einem Finalspiel benötigt«, sagte Spvgg-Kapitän Pascal Fahrner, der die Freudenstädter Abwehr zusammenhielt. Croatia kam durch den Druck des Gegners gegen den Ball über die gesamte Spieldauer nie richtig ins Laufen. »Wir konnten unsere spielerischen Mittel nicht auf den Platz bringen. Meine Mannschaft war einfach nicht bei der Sache. Freudenstadt hat verdient gewonnen«, suchte Mutapcic nach Erklärungen. Für den Ex-Profi war es die zweite Niederlage im Relegationsfinale in Serie. Vor einem Jahr musste sich Mutapcic als Coach des SSV Reutlingen II dem SV Nehren im Elfmeterschießen geschlagen geben.Die Partie war geprägt von wenigen Chancen. Das Tor des Tages erzielte Michael Schmelzle in der 21. Minute. Nach einem Freistoß stießen Perkovic und Freudenstadts Torjäger Kevin Braun zusammen, der Ball war daraufhin wenige Meter frei vor dem Tor. Schmelzle drückte das Spielgerät über die Linie. Freudenstadts Dominik Graf scheiterte mit einem Kopfball (43. Minute) und einem Schuss an Perkovic (45.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Reutlinger zwar optische Vorteile, klare Chancen konnten aber nicht erspielt werden. Vincenzo Giambrone (61.), Dennis Pascolo (79.) und Niko Petrovic (90.+1) hatten mit Schüssen noch die besten Möglichkeiten. Kurz vor dem Schlusspfiff scheiterte Torschütze Schmelzle noch am Reutlinger Pfosten. (GEA)

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