Jakobusaltar - Die Einzelanfertigung, von Schreiner- und Künstlerhand gestaltet, rollt in jedes Zimmer des Münsinger Samariterstifts. Gestern wurde er in Dienst genommen
Zwei Altäre in einem
Von Patricia Kozjek
MÜNSINGEN. »Ruckzuck ist er zusammen- und auseinandergebaut und schnell auf Rollen von A nach B transportiert«, schwärmt Thomas Kaiser. Und zeigt dabei stolz auf die neue und moderne Errungenschaft des Samariterstifts Münsingen, die gestern Nachmittag von Pfarrer Hermann Maier im Beisein der Bewohner des Altenwohnheims bei einem kleinen Gottesdienst »in Dienst genommen« worden ist.
Thomas Kaiser und der neue Jakobusaltar des Samariterstifts. FOTO: KOZJEK
Der Jakobusaltar »ist zwei in einem«: schick, praktisch und in Windeseile transportabel. Das 4 000 Euro-Projekt ist komplett über Spenden finanziert worden, berichtete Heimleiter Thomas Kaiser. Der Jakobusaltar wurde in den Jahren 2008 bis 2009 im Auftrag des Diakonischen Werks Württemberg durch den Tübinger Künstler Martin Burchard unter Mitarbeit der Innenarchitektin und Designerin Marlis Ohlbrock realisiert. Jetzt findet das durchdachte Werk vorwiegend in Altenheimen Verbreitung. So auch in Münsingen.
Jedes der Stücke sei jedoch »eine Einzelanfertigung einer Schreinerei in Ammerbuch und keine Massenproduktion«, betonen Kaiser und Seelsorger Maier. Noch vor Ort sei einige Zeit feste daran getüftelt und weiterentwickelt worden, berichten sie. 1999 habe der Künstler »den Glauben wieder entdeckt«, weiß der Leiter. »Glaube ohne Werke ist tot«, habe er für sich erfahren und daran seine Idee erklärt. Auch deshalb sei sein Werk ein »Altar im Altar« geworden - ein großer und ein kleiner - der zu jedem Bewohner »aufs Zimmer rollen kann« und »kein starres Möbel«, das in der Ecke stehend verstaube.
Mit ihm sei nun auch der Mehrzweckraum des Münsinger Altenwohn- und Altenpflegeheims, in dem Gottesdienste abgehalten werden, endlich zu erkennen«, freut sich der Pfarrer. (GEA)
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