Tourismus - Sonnenbühls Gemeinderat verabschiedet den Wirtschaftsplan für den Fremdenverkehrsbetrieb

Wieder mehr Besucher in der Sonnenbühler Bärenhöhle

SONNENBÜHL. Der Trend geht in die richtige Richtung: Nach etlichen Jahren, in denen die Bärenhöhle unter Besucherschwund zu leiden hatte, steigen die Zahlen allmählich wieder an. 2014 waren mit 74 057 Besuchern gut 400 Interessierte mehr verzeichnet worden als im Jahr zuvor. 2015 haben nach Angaben von Kämmerer Sebastian Herrmann deutlich mehr Gäste aus nah und fern die Höhle besucht, genaue Zahlen hat er jedoch noch nicht berechnet, geht aber davon aus, dass die Planzahl 78 000 erreicht werden könnte.

Aktionen wie die Illumination der Bärenhöhle haben 2015 viele Neugierige angelockt. Ein Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen zeichnet sich ab.  GEA-ARCHIVFOTO: MEYER
Aktionen wie die Illumination der Bärenhöhle haben 2015 viele Neugierige angelockt. Ein Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen zeichnet sich ab. GEA-ARCHIVFOTO: MEYER
Ob im vergangenen Jahr die erhofften 10 000 Besucher tatsächlich ins Ostereimuseum gekommen sind, ist ebenfalls noch nicht ermittelt. Die Auflistung der Besucherzahlen ist Bestandteil des Wirtschaftsplans 2016 für den Fremdenverkehrsbetrieb der Gemeinde Sonnenbühl, der am Donnerstag einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet worden ist.

Verlust nimmt weiter zu

Für dieses Jahr sind die Besucherzahlen wieder »konservativ« geplant, wie Bürgermeister Uwe Morgenstern es ausdrückte: Die Verwaltung geht von einer gleichbleibenden Zahl Höhlenbesucher aus (78 000), im Ostereimuseum wird mit 8 500 Interessierten gerechnet. Die Einnahmen könnten ebenfalls steigen, da der Gemeinderat im Dezember eine Anhebung der Eintrittspreise beschlossen hat.

Weitere Einnahmen erzielt der Fremdenverkehrsbetrieb aus der Pacht, zum Beispiel vom Traumland und dem Rasthaus Bärenhöhle, veranschlagt sind 61 000 Euro in diesem Jahr. Für den Unterhalt der Anlagen sind 60 000 Euro eingeplant. Weitere 20 000 Euro stehen für »sonstigen Betriebsaufwand« zur Verfügung, dazu zählen zum Beispiel 7 100 Euro als Zuschuss für den neuen »Sonnenalbexpress« sowie 2 000 Euro für den HzL-Wanderbus. Die Lohnkosten schlagen mit rund 185 500 Euro zu Buche. Insgesamt wird für den Bereich Fremdenverkehr mit einem Verlust von 219 000 Euro gerechnet, das sind 29 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Für Investitionen, dazu gehört die Überdachung des Bärenhöhle-Ausgangs, ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 167 000 Euro vorgesehen. Die Verschuldung des Eigenbetriebs wird zum Jahresende bei rund 360 000 Euro liegen.

Heinz Hammermeister erklärte, das Gremium müsse genauer schauen, »was hinter den Zahlen steckt«. Manuel Hailfinger, der auch Vorsitzender des Tourismusvereins Sonnenalb ist, betonte, dass das Museum noch nie schwarze Zahlen geliefert habe. Keine rechte Erklärung gebe es dafür, warum trotz erheblicher Investitionen in die Attraktivität der Bärenhöhle die Besucherzahlen nicht deutlich nach oben gingen. »Wir haben hier viel verloren, egal, welche Maßnahmen wir ergriffen haben«, sagte er.

Wolfgang Schmid riet: »Wir sollten genau überlegen, was sich lohnt.« Und stellte infrage, ob das Ostereimuseum noch »das richtige Zugpferd« sei. Bürgermeister Morgenstern machte daraufhin deutlich, dass er nicht auf dieses »Zugpferd« verzichten wolle. (ps)



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