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Infrastruktur - Pfronstetter Rat widmet Mittel um

Straßenausbau statt Breitband

PFRONSTETTEN. Vorerst wird es keine Breitbandanbindung für Aichelau und Geisingen geben. Der Grund: Es gibt keinen Anbieter schneller Internetverbindungen, der an einem Anschluss der beiden Orte ans Breitbandnetz interessiert ist. Und ohne Netzbetreiber gibt es auch keine Zuschüsse. Darüber informierte Bürgermeister Reinhold Teufel den Gemeinderat.

Er ergänzte, die Gemeinde verschmerze dieses Manko derzeit leichter, da die Gewerbesteuereinnahmen üppiger flössen als gedacht. Bei zwei Gegenstimmen beschlossdas Gremium, die 47 000 Euro, die für die Breitbandverkabelung eingestellt sind, stattdessen in den Straßenendausbau im Pfronstetter Gewerbegebiet an der B 312 zu stecken.

Mit der Druckleitung, die in Aichelau verlegt wird, werden Leerrohre verlegt, in die ein Netzbetreiber Breitbandkabel einlegen könnte. Interessenten dafür sind keine in Sicht, deshalb muss die Gemeinde nach EU-Recht ein aufwendiges, mindestens vier Monate dauerndes Ausschreibungsverfahren durchführen. Damit kann die Antragsfrist für Zuschüsse, die am 30. Juni endet, nicht eingehalten werden. Der nächstmögliche Antragstermin für Fördermittel ist erst Ende 2011. Trotz des momentanen Stillstands bleibt Teufel dabei: »Die Leerrohre sind richtig, dem Breitband gehört die Zukunft«.



Statt der Breitbandverkabelung werden die Straßen im Gewerbegebiet an der B 312 früher als geplant fertig ausgebaut. Bis auf eine einzige sind alle Bauflächen im erschlossenen Gebiet verkauft, die zu erwartenden Hochbaumaßnahmen werden mittelfristig abgeschlossen sein. Deshalb haben die Anlieger die Gemeinde gebeten, die Straßen mit Randsteinen und Feinbelag fertig auszubauen. Die Kosten belaufen sich auf rund 43 000 Euro.

Um unnötige Ausgaben zu sparen, soll die noch vor Ort befindliche Straßenbaufirma den Endausbau übernehmen. Mit der Maßnahme soll auch der Weg in Richtung Schäferei und Sportplatz wassergebunden befestigt werden. Dies war bereits in einer zurückliegenden Sitzung von Gemeinderäten angeregt worden.

Einige Ratsmitglieder wiesen auf andere Stellen in der Gemeinde hin, an denen das Geld ebenfalls sinnvoll hätte eingesetzt werden können. Die Baufirma vor Ort, die steigenden Vermarktungschancen für die Restfläche und die längere Haltbarkeit der fertigen Straßenoberflächen waren vor der Abstimmung die stärkeren Argumente. (häs)



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