08.02.2012
Über die Alb
Rutschpartien auf schneeglatten Straßen
MÜNSINGEN/HAYINGEN. Alle Hände voll zu tun hatten die Beamten des Münsinger Polizeireviers am Dienstagnachmittag. Sie mussten zu mehreren Unfällen ausrücken, die im Münsinger und Hayinger Raum auf den streckenweise schneeglatten Straßen passiert waren.
So verunglückte eine 19-jährige Frau, als sie mit ihrem Peugeot gegen 12.30 Uhr auf der L 230 von Münsingen in Richtung Gomadingen unterwegs war. Etwa 200 Meter nach der Einmündung in die B 465 geriet der Wagen der jungen Frau infolge nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen, worauf die Fahrerin abbremste. Dabei verlor sie jedoch vollends die Kontrolle über das Fahrzeug, das nach links von der Straße eine etwa 1,5 Meter hohe Böschung hinunter schlitterte. Der Peugeot überschlug sich im weiteren Verlauf und blieb auf dem Dach liegen. Ein vorbeikommender Verkehrsteilnehmer konnte die Fahrerin aus ihrem verunglückten Pkw befreien. Da sich die 19-Jährige leichte Verletzungen zugezogen hatte, kam sie zur Behandlung in eine Klinik, konnte aber am selben Tag wieder entlassen werden. An ihrem Peugeot entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 5.000 Euro. Zur technischen Hilfeleistung und Bergung des Fahrzeugs kam auch die Münsinger Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und zehn Mann zum Einsatz.
Etwa eine Stunde später, gegen 13.30 Uhr, prallte eine 74-jährige Autofahrerin in die Seite eines mit Heizöl und Diesel beladenen entgegen kommenden Tanklastwagens. Die Frau war mit ihrem Renault Modus auf der L 230 von Böttingen in Richtung Magolsheim unterwegs, als der Wagen auf der winterglatten Fahrbahn in einer Rechtskurve außer Kontrolle geriet und nach links auf die Gegenfahrbahn rutschte. Dort prallte der Renault seitlich auf den ordnungsgemäß entgegen kommenden Lkw, dessen Tanks jedoch nicht beschädigt wurden. Am Renault der 74-jährigen Frau wurde hingegen die gesamte linke Seite und auch der Frontbereich erheblich beschädigt, so dass das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit war und abgeschleppt werden musste. Insgesamt dürfte sich der bei dem Unfall entstandene Sachschaden auf mindestens 8.000 Euro belaufen. Die Autofahrerin und auch der Lkw-Fahrer blieben bei dem Unfall unverletzt.
Gegen 15.15 Uhr kam es dann auf derselben Strecke zwischen Böttingen und Magolsheim zu einem weiteren Unfall. Eine 49-jährige Frau, die mit ihrem Ford Ka auf der L 230 in Richtung Magolsheim fuhr, rutschte infolge nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneeglatten Straße nach rechts von der Fahrbahn. Dabei prallte der Ford gegen die Böschung, kippte nach dem Aufprall um und blieb auf der Fahrerseite liegen. Die 49-jährige Fahrerin, die sich bei dem Unfall keine Verletzungen zugezogen hatte, konnte sich selbstständig aus dem auf der Seite liegenden Wagen befreien. An dem Ford Ka dürfte wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 7.000 Euro entstanden sein.
Auch auf der L 249 zwischen Ehestetten und Hayingen ist eine Autofahrerin am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr verunglückt. Als die 23-jährige Frau mit ihrem VW Polo in Richtung Hayingen fuhr, kam sie infolge Unachtsamkeit mit ihrem Wagen zu weit nach rechts auf den unbefestigten Seitenstreifen. Beim Gegenlenken geriet der Polo dann ins Schleudern, prallte zunächst gegen die Leitplanke der Gegenfahrbahn und schlitterte wieder nach rechts über die gesamte Fahrbahn. Dort prallte das Fahrzeug dann nochmals gegen die Leitplanke, wobei ein Gesamtschaden in Höhe von fast 10.000 Euro entstanden sein dürfte. Die 23-jährige Fahrerin hatte zumindest insofern Glück im Unglück, dass sie den Unfall unversehrt überstand. (pd)
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