Straßen - Sanierungsarbeiten im und um den Ort samt entsprechender Umleitung sorgen derzeit für Verkehrsbehinderungen in Engstingen. Zu Stoßzeiten gibt's Stau im Ortskern

Baustelle am Kleinengstinger Bahnübergang sorgt für Stau

VON MARION SCHRADE

ENGSTINGEN. Stau auf der Alb? Eher selten. Für Berufspendler, die morgens und abends auf der Straße sind, in Engstingen derzeit aber Alltag. Zu Stoßzeiten gibt's lange Warteschlangen in drei Richtungen - bis zum Rewe in Engstingen, bis zum Ortsausgang Richtung Trochtelfingen und bis zur Stoppstelle an der Honauer Straße. Schuld daran sind mehrere Baustellen. Der Bahnübergang in Kleinengstingen wird saniert - die Zufahrt in den Ort ist deshalb dicht, wer nach Engstingen rein oder auch nur durch will, muss den Umweg über den Kreisel am Traifelberg nehmen und landet zwangsläufig an der Ampel am »Stachus« im Zentrum von Großengstingen.

Die Bauarbeiter kommen mit der Sanierung des Kleinengstinger Bahnübergangs gut voran. Am 20. Oktober soll alles fertig sein. FOTO: BAIER
Die Bauarbeiter kommen mit der Sanierung des Kleinengstinger Bahnübergangs gut voran. Am 20. Oktober soll alles fertig sein. FOTO: BAIER
Dort steht er allerdings nicht alleine. Die Sanierung der noch bis 1. Dezember gesperrten Zwiefalter Ortsdurchfahrt und diverse Baustellen rund um Münsingen und Ehingen sorgen dafür, dass derzeit nur ein Weg von Oberschwaben nach Reutlingen führt: Die ab Zwiefalten ausgeschilderte Umleitung lenkt den Verkehr auf dem »Albhighway« über Trochtelfingen und Engstingen runter ins Tal. Dass in Engstingen und Zwiefalten gleichzeitig gebaggert und geteert wird, ist kein Zufall: »Wir haben die beiden Baustellen koordiniert, weil der überörtliche Verkehr aufgrund der Sperrung der Zwiefalter Ortsdurchfahrt sowieso schon über die B 313 und nicht über die B 312 gelenkt werden musste«, erläutert Mario Storz.

Der dahinter steckende Plan, den Bauarbeitern am Bahnübergang Ruhe zu bescheren, ging allerdings nur teilweise auf. Für den Linienbus - und keinen sonst - gilt die Sonderregel, dass er durch die Baustelle fahren darf. Was so einige Autofahrer allerdings nicht sonderlich beeindruckt. Sowohl der Bürgermeister als auch die Bauarbeiter und Anwohner berichten von offenbar ebenso geländegängigen wie dreisten Verkehrsteilnehmern, die sich an die Fersen des Busses heften und in aller Selbstverständlichkeit durch die Baustelle rumpeln.

Polizei überwacht Schleichwege

»Ärgerlich« findet das nicht nur Mario Storz, der die teils »massiven Beschwerden« von Bürgern gut nachvollziehen kann. Die Bahnhof- und die Mühlstraße, die offiziell nur für Anlieger frei ist, wurden von abenteuerlustigen Abkürzern als Schleichwege entdeckt. Das hat auch die Polizei spitzgekriegt, die deshalb schon kontrolliert hat und das auch weiterhin tun wird. Weitere Abhilfe schaffen kann der Bürgermeister leider nicht. Sein Vorschlag, die Ampelschaltung den veränderten Verkehrsströmen anzupassen, wurde vom Landratsamt abgelehnt - auch aus technischen Gründen: »Die Ampel ist schon relativ alt«, so Storz, weshalb sie nicht einfach so auf Knopfdruck, sondern nur mit erheblichem Aufwand »umgepolt« werden kann.

Hilft also nur Warten und Aussitzen - im Rathaus genauso wie im Auto im Stau. Läuft alles nach Plan - und danach sieht es derzeit aus - ist der Bahnübergang am 20. Oktober wieder frei. Davon, dass die Sanierung die Pendler für Extra-Minuten im Berufsverkehr entschädigen wird, ist Storz überzeugt: »Die war dringend notwendig. Wenn ein Lkw drüber ist, hat's ordentlich gescheppert«, beschreibt er den maroden Zustand des Kleinengstinger Bahnübergangs. Jetzt wurde der Unterbau samt Gleisbett komplett neu aufgebaut, Betonplatten sollen verhindern, dass er wieder schnell absenkt. Auch die technische Sicherung lässt die Hohenzollerische Landesbahn als Bauträgerin auf den Stand der Zeit bringen. Abgeschlossen sind inzwischen die Arbeiten am Bahnübergang in der Silcherstraße: Mit der Bauabnahme trat gestern auch die neu ausgeschilderte Einbahnstraßenregelung in Kraft. (GEA)



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