Szene Aktuell - Die Konzertkritiken - Sound Monkeys und LA Witch im Tübinger Epplehaus

Musik wie Sommer am Strand

VON SEBASTIAN PIENITZSCH

TÜBINGEN. Indie, Shoegaze und Garage Rock vom Strand (nämlich der Westküste der USA und der deutschen Bodenseeküste) gab es kürzlich im Epplehaus mit den Sound Monkeys und LA Witch, die beide ihr Bestes gaben, für zwei Stunden die Kälte und Nässe des Winters vergessen zu machen.

Die Sound Monkeys vom Bodensee in Aktion im Tübinger Epplehaus. FOTO: PIENITZSCH
Die Sound Monkeys vom Bodensee in Aktion im Tübinger Epplehaus. FOTO: PIENITZSCH
Los ging’s um 22 Uhr mit dem Konstanzer Duo Sound Monkeys. Ihre Mischung aus Indie Rock, Punk und Garage Rock ist zwar nicht sehr neu, macht aber der Band und dem Publikum enormen Spaß. Besonders Schlagzeugerin Freya spielt mit enorm viel Energie, tanzt geradezu auf ihrem Set und grinst dabei weit über beide Ohren hinaus. Entsprechend lässt sich das Publikum schnell anstecken und mit den an Helge Schneider angelehnten Ansagen des Gitarristen Jonas legten die Sound Monkeys einen angenehmen Unernst an den Tag.

LA Witch aus Los Angeles hingegen vermischen ihren Garagenrock mit Surfrock und Shoegaze. Auch LA Witch erfinden das Rad nicht neu, aber das müssen sie auch nicht, um zu überzeugen. Zuweilen lässt das Trio auch deutliche Gothic-Einflüsse erkennen, die sich besonders deutlich in den mit dickem Hall unterlegten Vocals der Gitarristin/Sängerin Sade zeigen.

Insgesamt war der Abend vielleicht nicht unbedingt exemplarisch für musikalische Innovation, aber das ist verzeihlich, wenn beide Bands derart angenehm nach Sommer am Strand klingen, dass man auch mal so eben den Februar-Regen vergisst. (GEA)

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