Eröffnung - Am nächsten Wochenende präsentiert sich die »Tonne« im Neubau an der Jahnstraße der Öffentlichkeit

Tonne-Eröffnung: »Wir haben Großes vor«

VON ROLAND HAUSER

REUTLINGEN. Auf die feierliche Eröffnung mit geladenen Gästen am Freitag, 19. Januar, folgen gleich zwei »Tage der offenen Türen« im Neubau an der Jahn- straße, an denen das »Tonne«-Team eine Fülle kostenloser »Theater-Häppchen« serviert.

»Tonne 1« heißt künftig der große, bis zu 200 Zuschauer fassende  Saal im Theater-Neubau, wo jetzt schon Probebetrieb herrscht. Tonne-Intendant Enrico Urbanek (rechts) und  Thomas Lambeck, Vorsitzender des  Theatervereins, freuen sich auf die Eröffnung nächsten Freitag samt anschließenden »Tagen der offenen Tür«.
»Tonne 1« heißt künftig der große, bis zu 200 Zuschauer fassende Saal im Theater-Neubau, wo jetzt schon Probebetrieb herrscht. Tonne-Intendant Enrico Urbanek (rechts) und Thomas Lambeck, Vorsitzender des Theatervereins, freuen sich auf die Eröffnung nächsten Freitag samt anschließenden »Tagen der offenen Tür«. FOTO: Markus Niethammer
Womit nicht die kulinarischen Angebote der beiden Food-Trucks gemeint sind, die links und rechts des Theater-Eingangs parken werden, sondern vielfältige Programmpunkte die Lust auf die neue »Tonne« und andere Truppen machen sollen, die künftig in den beiden Sälen spielen werden.

Jeweils einmal monatlich seien Auftritte des »Jungen LTT« aus Tübingen und des Reutlinger Theaters Patati-Patata geplant, sagt Tonne-Intendant Enrico Urbanek beim Pressegespräch im Vorfeld der Eröffnung, hinzu kämen Schultheater-Aufführungen und Gastspiele im Rahmen der »Reutlinger Theateroffensive«.

Karten reservieren

»Wir haben Großes vor«, sagt Urbanek, zunächst einmal natürlich vor allem mit Blick auf den Neustart in den kommenden Wochen, stehen doch neben dem Eröffnungstrubel auch noch zwei Premieren auf dem Spielplan (siehe »Hinter den Kulissen«). Da bietet es sich natürlich an, dass am Eröffnungssamstag zweimal Probenbesuche zu Heiner Kondschaks musikalischer Reise durch ein Jahrhundert deutscher Geschichte, »Von Weimar bis Merkel« angeboten werden.

Nichts kostet Eintritt, erläutert Urbanek das Grundkonzept der »Tage der offenen Türen« am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Januar. Dennoch sei es für bestimmte Angebote wichtig, Karten zu reservieren (siehe Info-Box). Für eine Veranstaltung sind bereits alle vergeben, nämlich für das »bunte« Eröffnungsprogramm am Samstag. Traurig müsse deswegen aber niemand sein, meint der Intendant, denn es handle sich um eine Zusammenfassung von Angeboten, die man auch tagsüber wahrnehmen könne.

Ein weiterer Grundgedanke: dass die Besucher das neue Theater selbst erkunden können, indem sie »einfach reingehen« und die verschiedensten »Häppchen« genießen - vom Theaterschminken mit »Lamettanest« in der Holzwerkstatt über eine Klangperformance in der Metallwerkstatt bis zu einer musikalischen Weltreise im riesigen Theateraufzug. Natürlich spielen dabei der große Saal für 200 Zuschauer und die Probebühnen zentrale Rollen. Im Saal gibt es unter dem Titel »Licht und Schatten des Neubaus« ein »von den Bauerfahrungen inspiriertes Programm« samt einer Komposition von Michael Schneider, die auf dem Terminplan der einzelnen Bauabschnitte basiert. In den Probebühnen zeigen das Junge LTT den »Ruf der Wildnis«, die »Tonnellis« ihr Stück »Schüler sind keine Maschinen« oder Friedrich-List-Gymnasiasten Ausschnitte aus »Der Wotz«.

Glühwein auf dem Vorplatz

Der Tonne-Theaterverein serviert auf dem Theatervorplatz Glühwein, wo ein großes, offenes Zelt die Restaurationszone markiert; außerdem helfen die Theaterfreunde an einem Info-Stand im Foyer jedem weiter, der Fragen zum Programm, den Veranstaltungsorten oder zur Tonne im Allgemeinen hat.

Er sei sehr zuversichtlich, sagte Vereinsvorsitzender Thomas Lambeck beim Pressegespräch, dass die neue Tonne »eine tolle Sache« werde und »sicher ein sehr wichtiger Mosaikstein« in dem Bild, das Reutlingen künftig nach außen hin abgibt - Stichwort: Markenbildungsprozess der Oberbürgermeisterin.

Und damit nicht nur der »Werkstatt-Charakter« erhalten bleibt, der den Theaterleuten so wichtig ist, sondern auch der »gute Theatergeist« von der »Planie 22« auf den Neubau übergeht, wird Letzterer am Samstagabend symbolisch dorthin geleitet: in einem Straßenumzug mit Feuerkünstlern, Stelzenläufern, Musikern, Kostümierten und Laternenkindern. Sie starten um 17 Uhr in der Planie und machen auf dem Marktplatz einen Zwischenstopp. Zum Abschluss gibt's vor der neuen Tonne eine feurige Show unter dem Titel »Foiah!«.

Tag der offenen Tonne-Türen

Samstag, 20. Januar

13 bis 18 Uhr »Lamettanest« verwandelt Besucher in eine Theaterfigur

13 Uhr Probenbesuch »Von Weimar bis Merkel«

13.15 und 14 Uhr Tonnellis präsentieren »Schauspieler sind keine Maschinen«

13.30 und 15.30 Uhr Klangperformance von Bernd Wegener

14 und 17.15 Uhr Tanztheater »Sculptures« von Company Idem

14 und 16.45 Uhr Musikalische Weltreise im Fahrstuhl

14.30, 16.15 und 17.30 Uhr Licht und Schatten des Neubaus mit Casa Magica und Michael Schneider (Komposition)

14.45 und 15.30 Uhr like tonnejugendforum, Preview zum neuen Stück

15 Uhr »Ruf der Wildnis« vom Jungen LTT für alle ab 10 Jahren (Karten erforderlich)

16.30 Uhr Das Friedrich-List-Gymnasium zeigt Ausschnitte aus »Der Wotz«

17 Uhr ab Planie 22: Umzug des Theatergeistes mit »Foiah!« - von Planie durch Innenstadt zu Neubau

18.15 Uhr »Foiah! Das Feuertheater« mit der Evil Flames Fire Company.

20 Uhr Vorhang auf - buntes Tonne-Programm (Karten bereits vergriffen)

Sonntag, 21. Januar

12 bis 16 Uhr »Lamettanest« (siehe auch Samstag)

12 und 13.30 Uhr Licht und Schatten des Neubaus

12 und 13.45 Uhr Musikalische Weltreise

12 Uhr Tonellis: »Schauspieler sind keine Maschinen«

12.15 Uhr Selbertheater - Theaterworkshop für alle ab 10 Jahren

12.45 und 14.15 Uhr Tanztheater »Sculptures«

13 und 14.30 Uhr Klangperformance

14 Uhr like tonnejugendforum

15 Uhr »Fanny und Felix auf Reisen«, Familienkonzert für alle ab 6 Jahren (Karten erforderlich)

15 Uhr »Alex und die gelbe Maus«, Theater Patati-Patata für alle ab 3 Jahren (Karten erforderlich)



Alle »Theater-Häppchen« werden kostenlos angeboten. Platzkarten, sofern überhaupt erforderlich und auch noch verfügbar, können telefonisch direkt beim Tonne-Theater (Jahnstraße 6) reserviert werden.

07121 93770



(GEA)

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