Aktion - Bei der Auftakt-Tour zur Wernerschen Mühle traten viele Teilnehmer beherzt in die Pedale

Reutlinger Stadtradeln: Gemeinsam fürs Klima strampeln

REUTLINGEN. Wimpel flatterten im Fahrtwind und Klingeln bimmelten zum Start. Von vier Polizeiwagen begleitet, fuhr ein großer Zug von rund 70 Fahrrädern durch die Stadt. Grellgelbe und orangefarbene Westen kennzeichneten den geschlossenen Verband, der aus emsigen Radlern bestand. Das Ziel der groß angelegten Radtour: die Wernersche Mühle in Betzingen, »die zum Konzept des Events sehr gut passt, da hier Wasserstrom erzeugt wird«, erklärte der Klimaschutzbeauftrage Ralf Bültge-Bohla.

Vor dem Tour-Start gab's bei der Stadthalle ein Hochrad aus dem Heimatmuseum  zu besichtigen. FOTO: WURSTER
Vor dem Tour-Start gab's bei der Stadthalle ein Hochrad aus dem Heimatmuseum zu besichtigen. FOTO: WURSTER
Denn vorrangig ist das »Stadtradeln Reutlingen 2017«, das am Samstag startete, der Fortbewegung per Drahtesel gewidmet und damit der Umwelt und dem Klima verbunden. Die Radtour startete bei der Stadthalle, ging auf der Alteburgstraße weiter und führte zur Pestalozzistraße und an den Hochschulgebäuden vorbei. Über einen schönen Weg zwischen Feldern und Wiesen gelangten die Radfahrer nach etwa 40 Minuten zur Mühle, wo sie von der Narrenzunft »Krautskräga« erst einmal mit einer Brezel, einem Getränk und gegrillten Bockwürsten versorgt wurden.

Sehr schöne Tour

»Das war eine sehr schöne Tour«, sagte Albert Samida, der sonst eher im Wasenwald mit seinem Rad unterwegs ist und sich beim GEA-Lesen gleich vom Event und dessen Hintergrund angesprochen gefühlt hatte. »Schön war es, aber die Wegführung verlangte einigen Teilnehmern doch viel ab wegen der Anstiege«, erklärte Luise Wald. Im Konvoi habe man allerdings stets darauf geachtet, dass Teilnehmer wieder anschließen konnten und niemand verloren ging, bestätigte ihre Bekannte Katharina Brennberger. Sie freute sich über das Event und sagte, »ich werde auch alle meine Kilometer über die App eintragen, denn ich erledige sowieso alles im Alltag zusammen mit meiner Tochter Nele im Kinder-Anhänger per Rad«.

»Team GEA« radelt mit

Reutlingens Stadtradel-Teilnehmer - egal, ob Einzelpersonen oder Gruppen - können nun drei Wochen lang bis einschließlich Freitag, 14. Juli, bei der bundesweiten Aktion mitmachen. Am Ende würden nicht nur zurückgelegte Kilometer gezählt und belohnt, betonte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch zum Auftakt, »sondern es geht vor allem auch um die Signalwirkung«. Beim Gesamtzusammenhang von Klima und Umwelt sei das Rad vor allem im Bezug auf die Luftreinhaltung nicht wegzudenken. Bültge-Bohla ergänzte: »Klimaschutz bedeutet am Ende immer Teamarbeit, und dieser Auftakt heute ist somit äußerst gut gelungen.« Auch der Reutlinger General-Anzeiger beteiligt sich am Stadtradeln - fürs aktuell fünfzehnköpfige »Team GEA« mit Blick auf die Verlagskampagne »200 Jahre Fahrrad« eine Ehrensache. Bei der Stadtradel-Premiere im Vorjahr hatten neun GEA-Radler innerhalb von drei Wochen immerhin 1 880 Kilometer erstrampelt. Weitere Informationen zur Teilnahme gibt es im Internet. Nachzügler sind willkommen. (ise)

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