Greenpeace - Gruppe aus Münsingen bereitet vor dem Tübinger Tor Protestaktion beim G-20-Gipfel vor

Reutlinger Demo gegen Klimapolitik der USA

VON GABRIELE BÖHM

REUTLINGEN. Ein Aktionsbündnis aus 15 Organisationen, darunter Greenpeace, protestierte am Samstag vor dem Tübinger Tor gegen den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.

»Save the planet«: Bürger schreiben ihre Anliegen auf ein Greenpeace-Plakat. Foto: GB
»Save the planet«: Bürger schreiben ihre Anliegen auf ein Greenpeace-Plakat. Foto: GB
Unter dem Motto »Planet Earth First« gestalteten bundesweit zeitgleich 57 Gruppen Banner, die bei einer Demonstration am 2. Juli 2017 in Hamburg, dem Ort des G-20-Gipfels, ein Zeichen setzen sollen. Geplant sind ein Protestmarsch, eine »Bootsdemo« und ein »Bannermeer«.

Rettet den Planeten

»Wir wollen zeigen, dass die Menschen genug haben von einer Politik, für die ein schneller Deal mehr wert ist als die Zukunft unseres Planeten«, sagte Oliver Bott von Greenpeace Münsingen. »Mit unserer Aktion wollen wir die Reutlinger Bürger dazu einladen, ihre Forderungen gegenüber der internationalen Politik klar zum Ausdruck zu bringen.« Die Hauptverursacher für den menschengemachten Klimawandel müssten Verantwortung übernehmen. Weitere Anliegen von Greenpeace sind der gerechte Welthandel, die Bekämpfung sozialer Ungleichheit und die Verteidigung und Weiterentwicklung der Demokratie. Bürger aller Generationen nahmen die Einladung an und schrieben oder malten ihre Anliegen und Forderungen auf das Greenpeacebanner vor dem Tübinger Tor. »Frieden« wünschte sich die neunjährige Valentina Hankewitz. Maria aus Reutlingen schrieb »Safe the planet! Think before acting. Help the children. Demokratie verteidigen.«

Twitterbeiträge aus Reutlingen

Sorge bereitet Greenpeace aber nicht nur die Haltung der USA. Auch in Deutschland stiegen, so Bott, die CO2- Emissionen gegenüber dem Vorjahr wieder an. Insbesondere die Verbrennung der Braunkohle zur Energiegewinnung sei Gift für das Klima. »Angela Merkel als Präsidentin der G-20 kann aber nur dann als glaubhaftes Vorbild von anderen Staaten etwas fordern, wenn Deutschland die Energiewende glaubhaft vorlebt.« Zusätzlich zur Banneraktion gab es eine Social-Media-Aktion, bei der sich Fotos und Twitterbeiträge aus Reutlingen mit weltweiten Stellungnahmen zu einer digitalen Protestwelle verbinden sollen. (GEA)

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