Fasnet - Nichts verheimlicht, alles echt: GEA empfängt Männerverein mit durchweg guten Nachrichten

Narren in der Redaktion: Schampus statt Fake-News

VON HANS JÖRG CONZELMANN

REUTLINGEN. Selten war die Nachrichtenlage in der GEA-Redaktion so positiv wie am gestrigen Rosenmontag. Die gute und einzige Nachricht dieses trüben Vormittags, die keiner tief gehenden Recherche bedurfte: Der Männerverein samt Elferrat, Schandele und Roter Garde stand verlässlich im Service-Center am Burgplatz und wartete auf Einlass.

Das Prinzenpaar in der Mitte: GEA-Mitarbeiter und Männerverein in trauter Runde. Fotos: Pieth
Das Prinzenpaar in der Mitte: GEA-Mitarbeiter und Männerverein in trauter Runde. FOTO: Frank Pieth
Traditionsgemäß ändern sich dann die Arbeitsabläufe: Statt Fake-News gibt's Schampus, harte Fakten weichen schmackhaften Fasnetsküchle, die Kommunikation verläuft dank des Saxofons von Feuilletonchef Armin Knauer und der Trommel von Lokalredakteur Alexander Rabe rhythmisch, manche sagen sogar musikalisch. Und die Vormittagskonferenz? Ersatzlos gestrichen. Dr. Christoph Fischer, Sportchef und stellvertretender Chefredakteur, greift stattdessen zu jenem Blasinstrument, das er vor Jahren in einem Fußballstadion erworben hatte und bläst die Fanfare zum Einmarsch.

So auch gestern: Die kraftvollen Töne der Vuvuzela kündigten die Majestäten Prinzessin Carolin I. vom Drackenberg und Prinz Marco I. von der Echazburg an. Zur Filmmusik von Star Wars defilierten sie am GEA-Team vorbei und formierten sich im Herz des Medienhauses locker zum Small Talk.

Tanzen mit Ausdruck

Lokalchef und Bauberichterstatter Roland Hauser, mit Bauhelm und Absperrband vor allzu viel Nähe geschützt, verlas in Ermangelung einer klassischen Büttenrede, was Kollegin Andrea Glitz an diesem Tag auf Seite 11 geschrieben hatte: »Ach, Ihr lieben Jecken, es wird jedes Jahr schwieriger, luschdig zu sein-.. « Dafür bekam er den Jahresorden des Männervereins verliehen, traditionell mit Küsschen links und rechts von Prinzessin Carolin.

Die gleiche Ehre wurde Christoph Fischer zuteil, der gleichzeitig eine Abmahnung von Männervereinschef Michael Frank bekam, weil er den Jahresorden bereits im Vorjahr erhalten hatte, diesen aber nicht um den Hals trug - eine Lässlichkeit, der einem gebürtigen Kölner Karnevalesen nicht passieren dürfte.

Dass der Nachrichtenfluss niemals abreißt, erfuhren die Narren, als die Rote Garde aufmarschierte: Der Redaktionsdrucker begann ausgerechnet in dem Moment, mehr oder weniger relevante Weltnachrichten auszuspucken, als die Gardemädchen ihre Beine in die Höhe warfen und zum Spagat anhoben. Weltnachrichten oder Rote Garde - die Redakteure wussten nicht, welcher Anblick in diesem Moment relevanter war und befanden sich im geistigen Spagat.

Termine, Termine - ausnahmsweise nicht die Journalisten waren es, die zum vorzeitigen Aufbruch drängten, sondern die Schandele und die Tanzmädchen. Sie mussten zur Kinderfasnet in die Stadthalle, nachdem sie übers Wochenende in Luzern mit 20 000 Narren Straßenfasnet gefeiert hatten - Fröhlichkeit kann anstrengend sein. Hätte nicht Fischers Vuvuzela das Ende des Empfangs verkündet, mancher GEA-Mitarbeiter wäre am Arbeitsplatz dem Rosenmontag verfallen - auch ohne den Männerverein. (GEA)


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Delegation des Männervereins zu Besuch

Narren in der Redaktion

Narren in der Redaktion 2018
FOTO: Frank Pieth
 
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