Kunst - Im Jubiläumsjahr der Reformation wird die Veranstaltungsreihe »Blickwechsel« im Spendhaus fortgesetzt

Dialog über ausgewählte Kunstwerke

REUTLINGEN.Ein Abend zu Philipp Hennevogls großformatigem Linolschnitt »Gerüst« am Donnerstag, 27. April, um 18 Uhr bildet im städtischen Kunstmuseum Spendhaus den diesjährigen Auftakt für die Veranstaltungsreihe »Blickwechsel – Bilder im Dialog zwischen Theologie und Kunstwissenschaft«.

Das Kunstmuseum Spendhaus.
Das Kunstmuseum Spendhaus. FOTO: Gerlinde Trinkhaus
Die Veranstaltungen werden als Kooperationen des Kunstmuseums und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Reutlingen realisiert.

Das Projekt ist 2015 im Rahmen des Themenjahrs »Bild und Bibel« auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 ins Leben gerufen worden. An vier Donnerstagabenden treten wieder Kunstwissenschaftler aus dem Spendhaus und Reutlinger Theologen in einen Dialog über ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung des Museums.

Vor den Originalen bringen sie ihre jeweilige Sichtweise zur Sprache und suchen auch mit dem Publikum den Austausch über die Kunstwerke. Ausgewählte musikalische Beiträge verschiedener Künstler und Ensembles aus Stadt und Region umrahmen die Abende.

Den Kooperationspartnern geht es – im Kontext von Museum und Ausstellungen eher ungewöhnlich – darum, mit existenziellen Fragen und Themen auf vertraute oder unbekannte Werke der modernen und der zeitgenössischen Kunst zuzugehen. Dabei werden laut Kunstmuseum »zunächst solche Kunstwerke befragt, die auf die traditionelle christliche Ikonographie zurückgreifen«. So wird es in der letzten Veranstaltung der Reihe im November um HAP Grieshabers monumentalen Holzschnitt »Weltgericht« aus dem Jahr 1970 gehen, der bisher noch nie im Spendhaus zu sehen war.

Fast noch spannender ist nach Veranstalter-Einschätzung die Auseinandersetzung mit solchen Werken der modernen und zeitgenössischen Kunst, die nicht sofort preisgeben, dass in ihnen auch existenzielle Fragen angesprochen werden. In der Auswahl für das Jahr 2017 sind der Berliner Künstler Philipp Hennevogl (Jahrgang 1968) und der Schweizer Franz Gertsch (Jahrgang 1930) mit gegenständlichen Arbeiten vertreten. Im September steht dann ein strenger Holzdruck des amerikanischen Minimal-Art-Künstlers Donald Judd (1928 bis 1994) im Zentrum. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Reihe ist frei. (pr)



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