Herbstfest - Albverein feiert zusammen mit dem Männergesangverein in den 100 Jahre alten Pfullinger Hallen
Akkordeonklänge und Lieder
PFULLINGEN. 100 Jahre Pfullinger Hallen - für die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins ein Anlass, ihr Herbstfest mit einem anderen traditionsreichen Verein, dem Männergesangverein »Eintracht«, zu begehen. Zusammen brachten sie ein unterhaltsames und anspruchsvolles Programm auf die Bühne mit eingängigen und pfiffig arrangierten Instrumentalstücken, Heimat- und Bergliedern und einem gemeinsamen Auftritt zum Finale.
Gelungenes Finale von Männergesangverein und Akkordeongruppen des Albvereins in den Pfullinger Hallen.
FOTO: KAB
»Heimat, in der wir uns geborgen fühlen können« - dafür sorge der Schwäbische Albverein, erklärte Ortsgruppenvorsitzende Doris Sautter in ihrer Begrüßung. In den letzten Jahren hätten der Schwäbische Albverein, die DRK-Bergwacht und die AGN (Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Pfullingen) den Georgenberg teilweise entbuscht. Nun sei für die nach Süden ausgerichtete Hanglage die Rekultivierung der alten Weinbergterrassen vorgesehen.
Zulauf bei den Schülern
Mit allen drei Orchestern gestaltete dann die Akkordeon-Gruppe des Schwäbischen Albvereins den Abend. Spannend ging's los mit dem Soundtrack aus dem Film »Fluch der Karibik«, gespielt vom Jugendorchester unter der Leitung von Birgit Ebner. Wiedererkennungswert für die etwas Älteren unter den über 300 Zuhörern hatte »1980-F«, Titelmusik der von Thomas Gottalk moderierten TV-Show »Na sowas« und Erkennungsmelodie von gleich mehreren Radiosendungen.
Eine Überraschung bot sich den Albvereins-Mitgliedern und ihren Gästen, als das Schülerorchester die Bühne betrat: Mit etwa 15 Akkordeonspielern hat sich das Ensemble nahezu verdoppelt. Sehr viele ganz junge Spieler sind dabei. »Ein Resultat der Kooperation mit der Burg-/Uhlandschule«, meint Anna Schnitzer, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Christine das Schülerorchester leitet. Aus der Akkordeon-Kids-AG, die vor über einem Jahr für die dortigen Schüler gegründet wurde, sind etliche nun ins SAV-Schülerorchester gewechselt und zeigten ihr Können mit »Chicken Cha-Cha« und »Für Elise, aber bitte mit Salsa« - das bekannte Beethoven-Klavierstück in einem Arrangement von Wolfgang Kahl.
Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft bestritt der Männergesangverein »Eintracht« den zweiten Teil des Konzerts gewohnt souverän unter der Leitung von Eberhard Höngen mit Heimat- und Bergliedern. Dazwischen einige Lieder aus anderen Kulturkreisen: Frankreich und Kroatien, vorgetragen mit dem Humor und der Leichtigkeit, die die dortigen Volkslieder auszeichnen. Am meisten Beifall erhielt »La Montanara«, das Lied der Berge, mit dem der stimmgewaltige Männerchor stets besonders brilliert.
Gelungener Einstand
Ein hervorragender Einstand der neuen Leiterin des Hauptorchesters Beate Fischer-Haas. Beeindruckt lauschten die Zuhörer der für Akkordeon bearbeiteten Ouvertüre der Rossini-Oper »Der Barbier von Sevilla«. (GEA)
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