Film - Sondervorstellung für GEA-Abonnenten drei Wochen vor dem offiziellen bundesweiten Kino-Start

Laible und Frisch: Den Erfolg misst die Kinokasse

VON THOMAS FÜSSEL

KREIS REUTLINGEN. Jetzt goht dr Doig. Der Presse wurde der Film schon gezeigt. In Hamburg, München, Berlin und Stuttgart. Die Reaktionen vielversprechend. Die Komödie »Laible und Frisch«, die am 28. Dezember bundesweit an den Start geht, muss dann mit Streifen wie Star Wars und anderen konkurrieren. Gedreht wurde unter der Regie von Michael Rösel überwiegend im Ermstal, aber auch auf der Alb und in Reutlingen.

Der Bäckerkrieg: Der Ring steht symbolisch für den ewig währenden Konkurrenzkampf zwischen (von links)  Manfred Frisch (Simon Licht) und Walter Laible (Winfried Wagner). Von Ende Dezember an bundesweit in den Kinos zu sehen. FOTO: SCHWABENLANDFILM
Der Bäckerkrieg: Der Ring steht symbolisch für den ewig währenden Konkurrenzkampf zwischen (von links) Manfred Frisch (Simon Licht) und Walter Laible (Winfried Wagner). Von Ende Dezember an bundesweit in den Kinos zu sehen. FOTO: SCHWABENLANDFILM
Ein Film aus Schwaben, nicht nur für Schwaben, der - wie berichtet - beinahe nicht zustande gekommen wäre. Nur der Findigkeit der Produzenten ist es wohl zu verdanken, dass der Streifen verwirklicht werden konnte. Weltpremiere der Kinofassung ist übrigens anlässlich der Filmschau Baden-Württemberg am Mittwoch, 29. November, in Stuttgart.

Der Bäckerkrieg aus Schafferdingen geht damit in Cinemascope in die nächste Runde. Als vielbeachteter Fernsehmehrteiler hat er begonnen, als Theaterstück und Hörspiel wurde er erfolgreich fortgesetzt, da war es nur folgerichtig, daraus auch einen Kinofilm zu machen. Und das scheint gelungen, gleichwohl sich der Film erst noch an der Kinokasse beweisen muss. Was im Ländle mit Sicherheit der Fall sein wird, hat »Laible und Frisch« doch eine ausgesprochen große Fangemeinde, wie schon die Finanzierung zeigt: Mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne wurde das fehlende Geld zusammengebracht, das eigentlich aus Berlin kommen sollte.

»Den Entaklemmern in Berlin ein Schnippchen geschlagen«
 

Die Bundesfilmförderung hatte einer schwäbischen Komödie kaum Erfolg bescheinigt, weshalb sie einen 50 000-Euro-Zuschuss ablehnte. Doch die Reutlinger Produzenten von Schwabenlandfilm, Frieder Scheiffele und Sebastian Feld, haben den »Entaklemmern in Berlin ein Schnippchen geschlagen«, um zu beweisen, »dass wir in Baden-Württemberg alles - auch Film - können«. Das mit viel Humor und Witz - und großartigen Landschaftsaufnahmen, die das Ermstal von seiner schönsten Seite zeigen.

Zumindest in der Region haben Laible und Frisch Kultstatus. Hier sind sie zu Hause. Hier haben Landkreis und Kommunen schnell erkannt, dass solch ein Film im weitesten Sinne auch Wirtschafts- und Tourismusförderung darstellt, weshalb sie sich damals, als die Fernsehfassung produziert wurde, neben dem SWR, auch an den Kosten beteiligt haben.

Weil es Laible und Frisch ohne die Region so nicht gäbe, bietet Schwabenlandfilm für GEA-Abonnenten und alle, die sich an der Crowdfunding-Kampagne beteiligt haben, am Mittwoch, 6. Dezember, drei Wochen vor dem bundesweiten Kinostart eine Sondervorstellung in der Stadthalle in Reutlingen an, dort, wo im Film das große Finale spielt, dort wo sich das Schicksal von Laible und Frisch entscheidet. Mit dabei Produzenten und Schauspieler, ein Abend mit Festcharakter. »In den Film ist schließlich viel privates Geld geflossen«, erklärt der in Dettingen wohnende Produzent Frieder Scheiffele, durch und durch Schwabe wie seine Protagonisten auch.

Erzählt wird die ewig währende Geschichte Klein gegen Groß, in dem Fall zwischen dem norddeutschen Großkopf Manfred Frisch und dem hiesigen Kleinbäcker Walter Laible, der eine dargestellt von Simon Licht (Baader-Meinhof-Komplex/Dr. Klein), der andere von dem Dettinger Humoristen Winfried Wagner, der vom Charakter her, wie er sagt, sich selbst spielt, und seinen Konkurrenten gerne als »Fischkopf und Heckenbrunser« bezeichnet.

»Jetzt muss der Doig nur noch aufgehen«
 

Nur ist dieses Mal alles anders: Frisch, der glaubt seinen Widersacher ausgestochen zu haben, muss, um sein eigenes Unternehmen zu retten, mit Laible gemeinsame Sache machen. Herausgekommen ist eine schnelle Komödie für die ganze Familie, wobei es den Produzenten wieder gelungen ist, die großen Volksschauspieler Trudel Wulle und den inzwischen über 90-jährigen Walter Schultheiß zu verpflichten, zwei, die den schwäbischen Knitz verkörpern wie kaum ein anderer.

Vier bis fünf Wochen, so Schwabenlandfilm-Chef Frieder Scheiffele, sollte die Komödie »Laible und Frisch« bundesweit in den Kinos laufen. Zudem setzt er auf die Kino-Open-Air-Saison. »Dann ist schon viel gewonnen«, sagte er bei der Pressevorstellung in Stuttgart. »Jetzt muss der Doig nur noch aufgehen.« Gleichwohl, einen Film in Dialekt bundesweit zu platzieren, immer schwierig sei. Doch was auf Bayerisch funktioniere, sollte auch in Schwäbisch gehen, zeigt sich Scheiffele überzeugt. (GEA)

Sondervorstellung

Jetzt backen sie auf der Kinoleinwand. Eine Sondervorstellung des im Sommer im Ermstal, in Reutlingen und auf der Alb gedrehten Films »Laible und Frisch - Do goht dr Doig« gibt es für GEA-Abonnenten drei Wochen vor dem bundesweiten Kinostart am Mittwoch, 6. Dezember, in der Stadthalle in Reutlingen. Ein Abend an einem besonderen Drehort mit den Schauspielern und Machern des Films und einem großen Rahmenprogramm. Tickets für 44 Euro gibt es ausschließlich für Abonnenten im GEA-Service-Center am Burgplatz und am Marktplatz in Reutlingen. Einlass ist um 18 Uhr.

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