Neugreuth - Vor dem evangelischen Gemeindezentrum kann nun jeder Lesestoff mitnehmen oder dort auch hinterlassen. Interessengemeinschaft hofft auf regen Tausch

Ein öffentliches Bücherregal

METZINGEN. Das evangelische Gemeindezentrum in Neugreuth ist seit dem Wochenende um ein öffentliches Bücherregal vor den Pforten reicher geworden. Ganz nach dem Motto »Wir lassen die Bücher frei«, machten es nun die Mitglieder der Interessengemeinschaft Neugreuth den Pfullingern nach, wie sie sagen. »Wir wollten etwas bieten, worauf jeder Zugriff darauf hat, ganz unverbindlich«, sagte Heike Richter-Philipp vom Neugreuth-Büro.

Die ersten Bücher sind da. Das freut Martina De Rubeis (links) und Heike Richter-Philipp (hinten neben dem Bücherregal) von der Interessengemeinschaft Neugreuth. Eine lesenswerte Vielfalt soll das öffentliche Bücherregal vor dem Gemeindezentrum zukünftig bieten. Die erste Leseratte (vorn rechts) traf gleich ein, brachte aber auch Lesestoff mit.  FOTO: KOZJEK
Die ersten Bücher sind da. Das freut Martina De Rubeis (links) und Heike Richter-Philipp (hinten neben dem Bücherregal) von der Interessengemeinschaft Neugreuth. Eine lesenswerte Vielfalt soll das öffentliche Bücherregal vor dem Gemeindezentrum zukünftig bieten. Die erste Leseratte (vorn rechts) traf gleich ein, brachte aber auch Lesestoff mit. FOTO: Patricia Kozjek
»Wir hoffen, dass die Leute kommen und neugierig sind.« Einen ordentlichen Wechsel im Regal wünschen sich die Initiatoren dabei freilich schon. »Das Ganze soll zum Tauschen von Büchern anregen, zum Mitnehmen, reinstellen – aber nichts danebenstellen«, fügt die Hausmeisterin Martina De Rubeis noch an. Auch »Uralt-Schinken« oder »verstaubte Ausgaben«, sind nicht erwünscht hinter den Glastüren des Möbels.

Uralt-Schinken nicht erwünscht

»Man soll hier gerne vorbeikommen und Lesenswertes herausfischen können.« Selbstverständlich hoffen insgeheim alle, vom Vandalismus verschont zu bleiben. So seine Gedanken darüber, ob das funktioniert, habe man sich im Vorfeld schon gemacht.

Per Anzeige suchten die Akteure schließlich ein Bücherregal und fanden es auch, erzählten die Frauen. Monatlich trifft sich der harte Kern von derzeit zehn Personen, darunter Frauen wie Männer, um neue Ideen für den Stadtteil auszubaldowern.

»Dieser Kreis ist offen, jeder kann kommen, auch einmalig, wenn er möchte«, unterstreicht De Rubeis. »Es wird nicht zur Verpflichtung, wenn man einmal da war.«

Ob Beatles-Party oder Country-Musik, etwas Kultur darf es im Neugreuth schon sein, glauben die Organisatoren und probieren gerne immer wieder Neues aus. Zwischendurch auch mal ein »niederschwelliges Angebot« bieten zu können, das keines finanziellen Aufwands bedarf, kommt da gelegen und ist jetzt in Form dieses öffentlichen Bücherregals realisiert worden.

Von Reich-Ranicki über Psycho-Triller, Charlotte Link und Konsalik findet sich hier seit Samstag alles querbeet. Mit einem Glas Sekt wurde darauf bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen im Freien angestoßen. Und mancher war da schon am Schmökern und Stöbern. (pk)

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