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Zeuge im Schlecker-Prozess: Rettung der Firma war noch 2011 möglich

Stuttgart (dpa/lsw) – Im Strafprozess wegen Bankrotts gegen Anton Schlecker und seine Kinder hat ein Zeuge die Angeklagten zumindest etwas gestützt.

Ein demontierter Schriftzug der Firma Schlecker liegt auf dem Gelände eines früheren Zentrallagers. Foto: Stefan Puchner
Ein demontierter Schriftzug der Firma Schlecker liegt auf dem Gelände eines früheren Zentrallagers. Foto: Stefan Puchner
Noch bis Mitte 2011 sei man fest davon ausgegangen, dass der Drogeriemarkt-Konzern nach Maßnahmen zur Umstrukturierung noch zu retten gewesen wäre, sagte ein frühere Chef der Controlling-Abteilung bei Schlecker am Montag vor dem Stuttgarter Landgericht. «Wenn man alle Maßnahmen richtig gemacht hätte, hätte man das Ding noch drehen können.» Erst ab Sommer habe sich die Krise verschärft. Der Zeuge hatte damals genauen Einblick in die Zahlungsströme des Drogeriekonzerns, der im Januar 2012 pleite ging.

Der genaue Zeitpunkt, ab wann die Firma wegen hoher Schulden und schlechter Geschäfte nicht mehr zu retten war, ist ein Knackpunkt des Prozesses. Die Staatsanwaltschaft wirft Anton Schlecker vor, schon ab 2009 insgesamt rund 25 Millionen Euro an seine Kinder verschoben und somit dem Zugriff der Gläubiger entzogen zu haben. Die Kinder Meike und Lars stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Das im März gestartete Mammutverfahren geht planmäßig noch bis Oktober.

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