Leute

Verwunderung über Thierses Schwaben-Schelte

STUTTGART. Kopfschütteln über Wolfgang Thierse: Die Lästerei von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) über Schwaben in Berlin kommt in Baden-Württemberg - wie zu erwarten war - gar nicht gut an. Verdi-Landeschefin und SPD-Landesvize Leni Breymaier sagte am Montag in Stuttgart über die Schelte ihres Parteifreundes: »Wir in Baden-Württemberg profitieren sehr von unseren Migranten. Auch beim Essen. Das tut den Berlinern auch gut.«

Wolfgang Thierse.
Wolfgang Thierse. FOTO: dpa
Der EU-Energiekommissar und Ex-Regierungschef in Baden-Württemberg, Günther Oettinger (CDU), erklärte in der »Bild«-Zeitung: »Ohne die Schwaben wäre die Lebensqualität in Berlin nur schwer möglich. Denn wir zahlen da ja jedes Jahr viel Geld über den Länderfinanzausgleich ein.«

Grünen-Chef Cem Özdemir (47) meinte in dem Blatt: »Die Berliner sollen uns Schwaben dankbar sein und nicht über uns lästern wie Herr Thierse. Viele Schwaben kommen zum Arbeiten nach Berlin, tragen hier zur Wertschöpfung bei.« Schriftstellerin Gaby Hauptmann meinte, die Schwaben seien in der Hauptstadt hoch angesehen. »Wenn der Herr Thierse das nicht versteht, macht er was falsch.«

Der 69-jährige Thierse hatte zuvor gegen die zugezogenen Schwaben in seinem Berliner Heimat-Stadtteil Prenzlauer Berg gewettert. »Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche«, sagte der SPD-Politiker, der seit 40 Jahren in Prenzlauer Berg wohnt, der »Berliner Morgenpost«. Sie kämen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig sei, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollten sie es wieder so haben wie zu Hause - das passe nicht zusammen. (pd)

Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Finanzen

Commerzbank-Chef für «Dispo-Nutzungsbremse»

Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing. Foto: Daniel Reinhardt
Martin Blessing, Chef der Commerzbank, fordert ein Gesetz gegen die dauerhafte Nutzung von Dispo-Krediten. Der «Bild» sagte Blessing, niemand sollte dauerhaft im Dispo sein.
lesen »
Leute

Der Bieber darf bleiben

Popstar Justin Bieber darf in den USA bleiben. Foto: Sebastian Kahnert
Das Weiße Haus will den kanadischen Popstar Justin Bieber trotz seiner Eskapaden nicht abschieben.
lesen »

Das Unglück von links vorne

Es könnte kaum bizarrer sein: Inmitten einer schön... mehr»

Kalenderblatt 2014: 23. April

Berlin (dpa) - Das aktuelle Kalenderblatt für den ... mehr»

Chelsea mauert in Madrid zum 0:0

Atleticos Coach Diego Pablo Simeone ist da ganz anders bei der Sache. Foto: Juanjo Martin

Madrid (dpa) - Der FC Chelsea hat mit dem spät ein... mehr»

Ukraine setzt Armeeeinsatz fort

Kiew (dpa) - Das ukrainische Militär setzt seinen ... mehr»

Von der Leyen besucht Marine in Afrika und im Libanon

Berlin (dpa) - Verteidigungsministerin Ursula von ... mehr»

Verkehr

Albig bleibt trotz Kritik bei Sonderabgabe für Autofahrer

Ein städtischer Arbeiter füllt ein Schlagloch mit Asphalt. Wer als Politiker eine höhere Belastung fordert, kann sich auf etwas gefasst machen. Das merkt gerade der Kieler Regierungschef Albig. Foto: Uwe Zucchi
Trotz massiven Gegenwindes auch aus den eigenen Reihen bleibt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bei seiner Forderung nach einer Sonderabgabe aller Autofahrer für den Straßenunterhalt.
lesen »
Haushalt

Steuereinnahmen legen auch im März deutlich zu

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Foto: Daniel Reinhardt
Die stabile Konjunktur und ein milder Winter haben auch im März für satte Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden gesorgt. Laut Bundesfinanzministerium stiegen die Einnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im Vorjahresvergleich um 7,2 Prozent.
lesen »
Internet

Ein Viertel der Internetnutzer wechselt nie die Passwörter

Noch immer beachten viele Internetnutzer grundsätzliche Sicherheitstipps nicht. Foto: Julian Stratenschulte / Illustration
Viele Internetnutzer beachten grundsätzliche Sicherheitstipps nicht. Nahezu jeder vierte Internetnutzer in Deutschland (23 Prozent) wechselt nie die Passwörter für Online-Dienste, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.
lesen »
Fährunglück Südkorea

Über Hundert Tote nach Fährunglück in Südkorea

Noch suchen Taucher im Wrack der gesunkenen Fähre «Sewol» vor der Südwestküste Südkoreas nach Überlebenden. Doch gibt es kaum noch Hoffnung, Überlebende unter den immer noch rund 200 Vermissten zu finden. Foto: Jeon Heon-Kyun
Bis zum Dienstagvormittag (Ortszeit) wurden 104 Tote aus dem vor sechs Tagen gesunkenen Schiff oder im Wasser um das Wrack geborgen worden.
lesen »
Polizeimeldung

Wildes Eningen: Schießübungen auf Wanderparkplatz

In eine Art Schießbude verwandelten drei junge Männer am Ostermontag einen Wanderparkplatz im Eninger Arbachtal.
lesen »
Gesundheit

Irrglaube über Alkoholismus weit verbreitet

Ein Gläschen in Ehren - doch Alkohol ist gefährlicher als viele Menschen glauben. Eine Umfrage ergibt: Ziemlich viele Menschen ahnen, dass sie zu viel trinken, meinen aber, Alkoholismus entstehe erst nach regelmäßigen Vollräuschen. Foto: Arno Burgi
Alkoholismus wird einer Umfrage zufolge weithin unterschätzt. Jeder Dritte meint, Abhängigkeit entstehe erst durch häufige Trinkexzesse bis fast zum Vollrausch. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals www.apotheken-umschau.de.
lesen »