Politik

Von der Leyen strebt zügige Jobcenter-Reform an

BERLIN. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die geplante Grundgesetz-Änderung für die Reform der Jobcenter rasch unter Dach und Fach bringen. "Ich hoffe, dass wir zügig zum Ergebnis kommen", sagte sie am Montag vor einer Sitzung der CDU- Spitze in Berlin. Sie wolle noch diese Woche vorbereitende Gespräche führen. Von der Leyen kündigte ein weiteres Spitzentreffen an, bei dem sich alle Beteiligten konkret zu der Grundgesetz-Änderung äußern sollten.

Von der Leyen (CDU), die Unions-Ministerpräsidenten und die Führung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatten sich am Sonntag darauf geeinigt, mit der SPD Verhandlungen über eine Grundgesetz-Änderung zum Erhalt der Jobcenter und der Aufstockung der Zahl der Optionskommunen aufzunehmen. So soll die Betreuung von Langzeitarbeitslosen "aus einer Hand" verfassungsrechtlich abgesichert werden.

Nach den Worten von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich die Fraktion mit ihrer Vorstellung "zu 100 Prozent durchgesetzt, dass nämlich im Grundgesetz keine Behördenstruktur festgelegt wird". Die Fraktion habe damals einer Grundgesetz-Änderung nicht zugestimmt, "weil die SPD nicht bereit war, die Optionskommunen auszuweiten". Ein Schönheitsfehler sei, dass zentrale Vorschriften im Grundgesetz aus der Föderalismusreform I außer Kraft gesetzt würden.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte, er sehe Chancen für eine Einigung mit der SPD. Dies könne allerdings nicht über Nacht geschehen, weil es noch unterschiedliche Ansichten gebe. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hält eine Einigung mit der SPD über eine Grundgesetzänderung zum Erhalt der Jobcenter für möglich. In vielen Punkten sei man sich schon sehr nahe gekommen, sagte Böhmer dem Radiosender MDR Info. Ein Problem sei aber das Bestreben der SPD, die Zahl der Optionskommunen zu begrenzen. Er halte dies verfassungsrechtlich nicht für möglich.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) sprach sich für mehr sogenannte Optionskommunen aus, die die Arbeitslosen eigenständig betreuen. Er sagte am Montagmorgen im Deutschlandradio Kultur, er hoffe, dass es gelinge, Optionskommunen in die Verfassung zu schreiben. Das sei "keine ganz einfache Frage, da waren die Sozialdemokraten immer zurückhaltender", sagte Müller. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, gab sich zuversichtlich. "Die SPD hat genau wie wir die Situation in den Kommunen vor Augen. Wir wollen eine unkomplizierte, saubere Lösung. Das lässt sich machen", sagte er im Deutschlandfunk. (dpa)
Regionen

Wählen Sie ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms

Trauerfeier für Opfer der Loveparade

Duisburg (dpa) - In einer bewegenden Trauerfeier h... mehr»

«Gay Games» in Köln eröffnet

Köln (dpa) - Schrille Outfits, skurrile Typen und ... mehr»

Silber-Speer von de Zordo - und...

<p>Verena Sailer (l) und Anne Möllinger stehen in Barcelona enttäuscht auf der Bahn.</p>

Barcelona (dpa) - Der Deutsche Leichtathletik-Verb... mehr»

Vorzeitiges Aus: Cejka scheitert am...

<p>Alex Cejka ärgert sich über einen verschobenen Putt.</p>

White Sulphur Springs (dpa) - Alexander Cejka ist ... mehr»

Mikitenko gewinnt City-Lauf in Berlin

Berlin (dpa) - Irina Mikitenko hat den City-Lauf i... mehr»

Klage gegen Springer

Kachelmann will Schmerzensgeld

Fernsehmoderator Jörg Kachelmann fordert wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vom Springer-Verlag Schmerzensgeld in Millionenhöhe.
lesen »
Griechenland

Militär übernimmt die Versorgung

Nach tagelangem Streik der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer hat sich die Situation im Lande nur leicht verbessert. Das Militär soll die Versorgung von wichtigen Bereichen übernehmen.
lesen »
Leichtathletik-EM 2010

Carolin Nytra: »Ich muss die Hürden auffressen«

Die Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona: GEA-Redakteurin Gabriela Thoma berichtet für Sie vom Ort des Geschehens.
lesen »
Terrorismus

Verena Becker muss wegen Buback-Mord vor Gericht

Das OLG Stuttgart hat die Mordanklage gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen des Anschlags auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback zugelassen.
lesen »
Managergehälter

Ackermann wieder an der Spitze

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist der Spitzenverdiener unter den Managern der Dax-Unternehmen. Er kam mit rund 9,6 Millionen Euro auf Platz eins der Rangliste für das Jahr 2009.
lesen »
US-Kongress

Milliarden für Afghanistan-Krieg

Ungeachtet der neuesten Kontroverse über den Afghanistan-Krieg hat der US-Kongress zusätzliche Milliarden für den Einsatz freigegeben.
lesen »
ElringKlinger

Ziele nach oben geschraubt

Beim Dettinger Automobilzulieferer ElringKlinger entwickeln sich die Geschäfte deutlich besser als erwartet.
lesen »