Krieg

Militärbündnis bestätigt Abschuss eines syrischen Kampfjets

Damaskus (dpa) - Bei den Gefechten um die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien ist ein Kampfjet der syrischen Streitkräfte vom US-geführten Militärbündnis abgeschossen worden.

Auf der von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) zur Verfügung gestellten Aufnahme stehen drei Kämpfer der SDF in Tabqa, Syrien. Foto: -/Syrian Democratic Forces/AP
Auf der von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) zur Verfügung gestellten Aufnahme stehen drei Kämpfer der SDF in Tabqa, Syrien. Foto: -/Syrian Democratic Forces/AP
Das Flugzeug habe zuvor Bomben in der Nähe verbündeter Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Daraufhin sei die Maschine umgehend von einer F/A-18E abgeschossen worden.

«Das Bündnis strebt keine Kämpfe gegen das syrische Regime oder mit ihm verbündete russische und regimetreue Kräfte an», heißt es in der Mitteilung. Es werde aber auch nicht zögern, wenn Kräfte der Koalition oder ihrer Verbündeten bedroht würden.

Auch die syrische Staatsagentur Sana berichtete am Sonntagabend über den Abschuss des Kampfjets vom Typ Suchoi Su-22. Der Pilot der Maschine werde seit dieser «schamlosen Aggression» vermisst, hieß es. Der Jet habe einen Kampfeinsatz gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflogen.

Der IS steht in seinem Kerngebiet in Syrien und im Irak schwer unter Druck. Parallel zu der Offensive des von US-geführten Luftangriffen unterstützten kurdischen Bündnisses gegen Al-Rakka läuft inzwischen auch die entscheidende Phase der Schlacht um die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

Russland hat den Abschuss des syrischen Kampfjets durch ein US-Flugzeug als «Akt der Aggression» verurteilt. Die USA verletzten damit zum wiederholten Mal in Syrien das Völkerrecht, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Der Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch vom Föderationsrat nannte den Abschuss eine Provokation gegen Russland. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Das russische Militär kündigte an, künftig Flugzeuge und Drohnen der Koalition westlich des Flusses Euphrat als potenzielle Ziele ins Visier zu nehmen.

Der syrische Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-22 war am Sonntag bei Gefechten um die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien getroffen worden. Das Flugzeug habe zuvor Bomben in der Nähe von Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Die SDF sind mit der internationalen Koalition verbündet, die in Syrien und dem Irak gegen die Terrormiliz Islamischer Staat kämpft. Nach syrischen Angaben hatte die Su-22 nur IS-Stellungen angegriffen.

Die US-geführte Koalition geht nach eigenen Angaben nicht gegen Assads Truppen vor. In den vergangenen Wochen hat sie aber mehrfach syrische oder iranische Einheiten beschossen, die US-Soldaten oder ihren Verbündeten zu nahe kamen.

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