Energie

Atomstrom: Untersteller kritisiert Oettinger

STUTTGART. EU-Kommissar Günther Oettinger hat mit seinen Aussagen über die bleibende Bedeutung von Atomstrom Gegenwind aus Baden-Württemberg geerntet. »Für Deutschland gilt, dass 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz geht. Damit ist die Stromproduktion in Deutschland kernkraftfrei«, sagte ein Sprecher des grünen Umweltministeriums am Montag in Stuttgart.

Atomkraftwerk Neckarwestheim.
Atomkraftwerk Neckarwestheim. FOTO: dpa
Er gehe davon aus, dass andere Länder denselben Weg gehen werden. »Die Zukunft liegt bei den erneuerbaren Energien, nicht im Atomstrom.«

Oettinger hatte erklärt, trotz der Energiewende würden die Verbraucher in Deutschland noch jahrzehntelang Atomstrom beziehen. »Wir werden auch in 40 Jahren noch Atomstrom im deutschen Netz haben«, wurde der Energiekommissar von der »Rheinischen Post« (Montag) zitiert. Der frühere baden-württembergische CDU-Regierungschef begründete seine Auffassung damit, dass es in Europa immer noch 140 Atomkraftwerke gebe. Die meisten Regierungen dächten gar nicht daran, diese abzuschalten.

Der Sprecher von Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) erklärte weiter: »Mit derselben Berechtigung, wie der EU-Kommissar von anhaltendem Kernkraftstrom im deutschen Strommix spricht, kann man in einem liberalisierten Strommarkt prognostizieren, dass in 40 Jahren alle EU-Länder einen wesentlichen Anteil ihres Stroms aus regenerativen Quellen beziehen.« (dpa)

Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Finanzen

Schuldenstreit mit Hedgefonds stürzt Argentinien in Staatspleite

Börse in Buenos Aires. Foto: David Fernandez/Archiv
Die zweitgrößte südamerikanische Volkswirtschaft Argentinien steuert nach 13 Jahren erneut in die Staatspleite. Die Last-Minute-Verhandlungen im Schuldenstreit zwischen dem Land und US-Hedgefonds scheiterten.
lesen »

Michael Jacksons Neverland Ranch soll verkauft werden

Blick auf den Bahnhof von Michael Jacksons Neverland Ranch nahe Santa Barbara. Foto: Armando Aroriyo

New York (dpa) - Die Neverland Ranch, einst Michae... mehr»

Zweite Liga vor Saison der Gegensätze

Nicht nur Marc Arnold, Andreas Rettig und Helmut Schulte (v.l.) erwarten eine packende 2. Liga. Foto: Matthias Balk

München (dpa) - Der traditionsreiche 1. FC Nürnber... mehr»

Drei Mal sechs Richtige mit Fünfer-Zahlenreihe

Sechs Zahlen in ein Kästchen. Foto: Caroline Seidel

Saarbrücken (dpa) - Eine außergewöhnliche Reihe au... mehr»

Flammen verschonen zwei Drittel der Seebrücke von Eastbourne

Die Seebrücke in Eastbourne steht in Flammen. Foto: Stringer

Eastbourne (dpa) - Das Feuer auf der berühmten See... mehr»

Facebook startet Gratis-Zugang zu Online-Diensten in Sambia

Facebook will Milliarden neuer Nutzer in Entwicklungsländern online bringen. Foto: Marc Tirl

Menlo Park (dpa) - Facebook treibt seinen Plan vor... mehr»

Ministerpräsident

Kretschmann setzt auf volle zweite Amtszeit

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Grüne und SPD wollen bis 2021 weiterregieren. Und Kretschmann selbst? Er versucht Gerüchte zu zerstreuen, er könnte sein Amt nach einer Wiederwahl 2016 vorzeitig abgeben.
lesen »
Projekt

Zeitung macht Schule 2014: Jetzt bewerben!

Wer sich die Merkel(-Raute) als Vorbild nimmt, setzt auf Netzwerke, Diplomatie und darauf, auch im größten Sturm (zumindest nach außen) Ruhe zu bewahren und zu lächeln: Das ZmS-Team Marion Schrade (links), Andreas Fink und Karin Dengel. FOTO: ZMS
Zeitung lesen, Zeitung machen, Zeitungsmacher kennenlernen – vom 10. November bis 10. Dezember 2014 können 15 Schulklassen ab der 8. Klasse die Zeitung in den Mittelpunkt ihres Unterrichts stellen. Vier Wochen lang soll in möglichst vielen Fächern der Reutlinger General-Anzeiger das Schulbuch als Informationsquelle ersetzen.
lesen » Hier geht`s zum Anmeldeformular (PDF, 281 kB)
Gesundheit

Auch Sierra Leone erklärt Ebola-Epidemie zum Notfall

Ebolavirus: Gegen Ebola gibt es weder eine Schutzimpfung noch eine Therapie. Foto: Frederick A. Murpy / Cdc Handout
Nach Liberia hat auch Sierra Leone die schwere Ebola-Epidemie in der Region zum Gesundheitsnotfall erklärt. Die Laga ist dramatisch.
lesen »
Wahlen

Türkische Präsidentschaftswahl beginnt in Deutschland

Türkische Wahlberechtigte warten vor dem Olympiastadion in Berlin auf den Einlass. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Es ist eine doppelte Premiere: Mehr als 1,4 Millionen türkische Staatsbürger sind in Deutschland aufgerufen, den künftigen Präsidenten der Türkei zu wählen.
lesen »