Fitness-Serie Teil 4 - Grundzüge des Stoffwechsels und warum es sinnvoll ist, an Kohlenhydraten zu sparen
Die richtige Ernährung
VON GERRIT ULNER
Früher waren es vor allem die US-Amerikaner, die mit zahlreichen Fastfood-Ketten und extrem korpulenten Menschen auffielen. Heute zeigt sich in den meisten Industriegesellschaften das gleiche Bild: Die Menschen werden immer dicker. Neuere Studien zeigen, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Frauen und Männer in Deutschland übergewichtig sind.<br />
Erschreckend sind auch die Zahlen für Kinder und Jugendliche. Neue Schätzungen gehen davon aus, dass 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahre übergewichtig sind, fast die Hälfte davon sind sogar adipös, haben also viel zu viel Speck auf den Rippen.
Der Grund des Übergewichts liegt eigentlich auf der Hand. Wir nehmen täglich mehr Energie zu uns, als wir verbrauchen. Nur die wenigsten arbeiten körperlich hart, die meisten sitzen: am Frühstückstisch, im Auto oder dem Bus, vor dem Computer im Büro, abends vor dem Fernseher. Bei einem solchen Alltag geht die Soll-und-Haben-Rechnung nicht mehr auf.
Damit kommen wir zu einem kleinen Crashkurs in Sachen menschlichem Stoffwechsel. Der Körper nimmt Energie auf im wesentlichen über Fette (etwa Öl), Eiweiß (pflanzliches und tierisches) und Kohlenhydrate (dazu zählt auch Zucker). Doch für den Körper sind diese Energielieferanten nicht gleichwertig. Kohlenhydrate beispielsweise, wie sie in Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln stecken, sind die Haupt-Energielieferanten, weil deren Bestandteil Glucose von den Zellen direkt verwertet werden kann.
Welcher Sport ist überhaupt der Richtige? Was ist besser: Joggen, schwimmen oder Krafttraining? Und kann ich als älterer Mensch auch noch mit Ausdauersport beginnen? In einer mehrteiligen Serie geben wir die Antworten.