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Locken Männer in Rottenburg Kinder in Transporter? Das sagt die Polizei dazu

Blaulicht
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. Foto: Friso Gentsch/DPA
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle.
Foto: Friso Gentsch/DPA

ROTTENBURG. Derzeit werden Informationen verbreitet, wonach in Rottenburg und Umgebung unbekannte Männer aus einem Transporter mit ausländischer Zulassung heraus Kinder ansprechen sollen. Demnach soll bereits versucht worden sein, ein Kind in das Fahrzeug zu locken. Diese Information ist nach polizeilichen Erkenntnissen nicht zutreffend.

Einer Zeugin war am Dienstagmittag, gegen 13 Uhr, ein langsam fahrender Transporter mit bulgarischer Zulassung in einem Schwalldorfer Wohngebiet aufgefallen. Sie sprach die beiden unbekannten Insassen an, die deren Angaben zufolge auf der Suche nach einem erwachsenen Mann waren. Anschließend fuhr das Fahrzeug davon und die Zeugin fertigte von diesem ein Bild. Sie meldete die verdächtige Wahrnehmung anschließend der Polizei.

Zudem verständigte sie vorsorglich den örtlichen Kindergarten. In der Folge verbreitete sich insbesondere über die sozialen Netzwerke ein Bild des Fahrzeugs, wobei in den Raum gestellt wurde, dass es zu Straftaten zum Nachteil von Kindern gekommen sei. Wie es zu dieser Meldung kam, ist derzeit noch unklar.

Oft kommt es im Nachgang einer auf diesem Weg verbreiteten Meldung zu einem Anschwellen von Hinweisen. So soll zum Beispiel eine Zehnjährige am Mittwochmittag, gegen 13 Uhr, beim Überqueren der Konrad-Adenauer-Straße vom Fahrer eines am Fußgängerüberweg wartenden Transporters angesprochen worden sein.

Dem Mädchen soll angeboten worden sein, sie zu fahren. Dies lehnte das Kind ab und rannte davon. Zu weiteren Handlungen, irgendwelchen Übergriffen oder Straftaten kam es nicht. Aufgrund des kursierenden Bildes wurde der gemeldete Vorfall mit dem abgebildeten Fahrzeug in Verbindung gebracht. Die Polizei geht diesem Hinweis nach, warnt jedoch auch vor Panik, die durch die Verbreitung von ungeprüften Sachverhalten beispielsweise über WhatsApp-Gruppen entstehen kann. (pol)